Beziehung ist alles

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Wenn ein Hund dir das Leben schwer macht, dann deshalb, weil du ein Problem mit seinem Dasein als Hund hast, weil du seine Bedürfnisse nach Struktur und Sicherheit nicht erfüllst. Dann kippt die Beziehung. Der Hund ist nicht ungehorsam, weil du blöd bist oder einen schlechten Trainer hast. Der Hund ist ungehorsam, weil er eine schlechte Beziehung zu dir hat.

José Aree in 5/2017 DOGS

Dieses Zitat las ich heute früh und es sprach mich direkt an. Oft habe ich genau dieses Gefühl, ein Hund macht mir das Leben schwer. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich daran liegt, dass ich ein Problem mit „seinem Dasein als Hund“ habe. Das würde ja bedeuten, dass ich dem Hund nicht Zuge stehe, Hund zu sein, sondern ihn in eine andere Rolle stecke, etwa als Mensch oder Kind oder was auch immer. Das ist bei mir nicht der Fall. Davon bin ich überzeugt. Trotzdem scheint etwas zu fehlen in der Beziehung. Das ist vor allem bei Little Amiga der Fall. Ist ihr Leben einfach nur zu langweilig? Ist sie vielleicht nicht ausgelastet? Spaziergänge scheint mir oftmals zu eintönig. Wann immer Ablenkung durch Wild vorhanden ist, und seien es nur Eichelhäher, ist sie völlig aus dem Häuschen. Amiga macht mir das Leben nicht einfach. Ganz sicher ist das aber keine Absicht. Sie kann einfach nicht anders. Manchmal glaube ich, wir reden einander vorbei. Wenn ich mir vorstelle, das ist doch alles ganz anders sein könnte, bin ich schon mal etwas traurig. Das bin ich auch, wenn ich an das Ziehen an der Leine denke, die starken Rucke an ihrem Hals, wenn sie in die Leine rennt oder, was ich wirklich ernsthaft versuche zu vermeiden, wenn ich sie zurückziehe. Insgesamt ist die schon etwas ruhiger geworden. Es gibt wirklich durchaus Spaziergänge oder zumindest Teile davon, wo sie auch mal normal an der Leine gehen kann, ohne dass diese ständig unter Spannung ist oder sie Kreise dreht vor lauter Aufregung. Man macht sich schon immer wieder Gedanken und auch Vorwürfe, dass alles so gekommen ist, dass alles so läuft. Es sind zu viele vertane Chancen.

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Das Jahr der Wespen & Bienen

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Wespen gibt es immer, vor allem im Spätsommer. Es ist nichts Besonderes, außer in Jahren mit Wespen-Plagen. Solch ein Jahr haben wir vermutlich nicht, zumindest noch nicht.Trotzdem hatten dieses Jahr alle meine Hunde Kontakt mit Wespen. Und wir hatten Kontakt mit Bienen. Auch die sind nicht ungewöhnlich. Mein Nachbar ist Imker und hat ab und an mal ein Völkchen in der Nähe. Das ist gut wegen der Bestäubung von Obst und Gemüse. Meine Hunde hatten dieses Jahr aber weniger angenehme Begegnungen. Zuerst war es Little Amiga. Ich sah sie nur ganz plötzlich zusammenzucken. Dann ging es. Etwas später humpelte sie ein wenig. Zu Hause schaute ich nach und am Innenschenkel hinten steckte der Stachel einer Biene. Ich entfernte ihn. Die arme Amiga. Sie muss üble Schmerzen gehabt haben, denn sie lag den Rest des Tages nur noch herum. Wenn sie sich bewegen musste, humpelte sie arg.

Dann war Mesty an der Reihe, dieser Tage. Eine Wespe hing ihr am Fuß. Ich schnipste sie weg. Scheinbar war nichts passiert. Sie hatte noch einmal Glück gehabt oder ließ sich nichts anmerken.

Heute beim frühen Spaziergang bei 9°C war dann Floppy das Opfer. Er wollte an einer Stelle seitlich des Weges schnüffeln. Ich ließ ihm Leine. Auf dem Weg auf den Weg machte er mit einem Mal einen riesigen Satz und schaute nach hinten. Eine Wespe saß an seinem Allerwertesten. Ich schnipste sie weg, um ihn von ihr zu befreien. Zu spät. Sie hatte bereits zugestochen.

Auf dem Foto sieht man den kleinen Huppel unter dem Fell seitlich hinten am Oberschenkel. Die Wespe habe ich etwas überdimensioniert ins Foto montiert.

Wenn es dem Herrn Floppy denn mal eine Lehre wäre!!!

Vor der Haustüre habe ich zwei schöne Kosmeen und acht kleine Sonnenblumen stehen. Die blühen und locken natürlich Hummeln und Bienen an – und die sind Herrn Foppy ein Dorn im Auge. Er kann es nicht lassen, obwohl ich ihn x-mal weggeschickt habe, er versucht sie zu kriegen. Das ist keine gute Idee, vor allem nicht, wenn so ein Insekt dann in die Zunge stechen sollte. Wenn er mal eine Hummel bekommt, schnappt er zu und lässt dann ab. Ungefährlich ist das aber nicht.

Da Floppy nicht an die Stelle mit dem Stich der Wespe kommt und es ihm weh tat, dass er immer wieder nach hinten schaute, wer ihm da wohl immer wieder den Schmerz verursachen könnte, schmierte ich zu Hause etwas Fenestil auf die Stelle. Das schien zu helfen.

Regenzeit

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Das sind alles drei Fotos, die während des Laufens entstanden sind. Man sieht es vermutlich an der gewissen Unschärfe im Bild. Wie alle Hundebesitzer und ihre Hunde haben auch wir im Sauerland mit einem ziemlich nassen Sommer zu tun. Die Bilder entstanden diese Woche als wir an einem relativ warmen Nachmittag unsere Runde drehten. Es war 18 °C und ich hatte selbst meine Regenjacke an und für die Hunde die Capes eingesteckt. So recht konnte das Wetter sich nicht entscheiden. Es tröpfelte mal ein wenig und dann war wieder gut. Also ersparte ich den Hunden zunächst ihren Regenschutz. Sie haben es natürlich gerne, wenn sie trocken bleiben. Andererseits aber stört sie das Hurtta Regencape doch ein wenig, denn es sitzt etwas lose und rutscht dadurch immer wieder etwas zur Seite. Little Amiga und Floppy schütteln sich dann öfter als wenn sie nass wären. Also ließ ich sie erst einmal ohne. Und dann nahm der Regen etwas zu und irgendwann waren die beiden richtig nass und dann lohnte es auch nicht mehr die Regencapes noch über zu ziehen. So wirklich glücklich waren die Zwerge aber nicht über das nasse Fell. Mesty hat es da deutlich einfacher. Regen macht ihr fast gar nichts aus. Es muss schon sehr kräftig regnen, dass das Wasser auch am Körper auf die Haut durchdringt. Das Fell ist so dicht, dass kaum etwas durchkommt.

Wir waren dann alle sehr nass, als wir wieder zu Hause ankamen. Da ich nicht das rechte Schuhwerk anhatte, waren meine Schuhe durchweicht. Ich selbst hatte die Hose durchweicht und war bis auf die Unterhose nass. Aber bevor ich daran denken konnte, mich selbst umzuziehen, waren natürlich erst einmal die nassen Hunde an der Reihe. Zum Glück schütteln die sich vor der Haustüre einmal kräftig aus. Mesty lernt es langsam, auch auf Kommando zu schütteln. Das ist sehr nützlich, denn so bleibt schon mal eine Menge Feuchtigkeit vor der Haustüre. Danach nehme ich am liebsten die Mikrofaserhandtücher, da diese am saugkräftigsten sind. Noch ist Sommer, doch dieser Sommer mit seinem vielen Regen gibt schon einen Vorgeschmack auf die nasse Jahreszeit, die sich noch ein wenig Zeit lassen kann, bevor sie die Herrschaft über das Land übernimmt.

Mesty auf Antibiotikum

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Als ich Mesty bekam, war klar, dass sie den Rest ihres Lebens mit einem Erreger in ihren Körper verbringen würde. Sie war auf Mittelmeerkrankheiten getestet worden und man hatte Ehrlichiose bei ihr festgestellt. Wir hatten dann den Titer zur Kontrolle ein halbes Jahr später bestimmen lassen und erschien leicht erhöht gegen über dem, welchen man in Spanien festgestellt hatte. Zur Behandlung gab es ein Antibiotikum. Nach einem halben Jahr wurde der Titer erneut bestimmt und er war wieder niedriger. Vor drei Wochen waren wir dann wieder einmal zur Kontrolle. Ich hatte meinen Tierarzt gesagt, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, Mesty wäre irgendwie in ihrer Leistung etwas beeinträchtigt. Zumindest war dieses mein Eindruck. Verglichen mit dem letzten Sommer schien sie mir schneller zu hecheln und auch manchmal etwas langsamer zu laufen.

Also schlug der Tierarzt vor, auch noch auf weitere mögliche Erreger zu untersuchen. Der Titer der Ehrlichiose war zum Glück unverändert, also nicht erhöht. Das ist schon mal gut. Es kam dann beim Testen auf weitere mögliche Infektionen jedoch heraus, dass Mesty ein Titer hat, der auf Infektionen mit Borreliose und Anaplasmose hinweisen. Wie lange diese schon vorliegen, ist schwierig zu sagen. Irgendwann muss Mesty sich aber mal über eine Zecke die Borreliose und die Anaplasmose eingefangen haben. Das ist jetzt nicht schlimm, da es kein akuter Ausbruch ist, doch es könnte vielleicht ihre leichte Beeinträchtigung in der Leistungsfähigkeit und Ausdauer erklären. Also behandeln wir das jetzt mit einem Antibiotikum. Das, so der Tierarzt, kann man zum Glück mit ein und demselben Antibiotikum behandeln, Doxycyclin. Dieses muss sie nun vier Wochen lang nehmen, je eine Dosis morgens und am Nachmittag. Und in einem halben Jahr werden wir dann den Täter noch einmal bestimmen lassen und sehen, ob sich eine Besserung eingestellt hat. Ich habe natürlich auch überlegt, wo Mesty sich die Infektion nun geholt haben könnte. Prinzipiell könnte das auch hier in Deutschland geschehen sein. Da ich sie aber wie meine beiden anderen präventiv behandle mit Bravecto, sollte ihr hier eigentlich nichts passiert sein. Aber vielleicht war es doch einmal eine Zecke ganz fuhren im Frühjahr, als ich den Hunden noch nichts gegeben hatte. Wenn, dann wäre das mehr als ärgerlich. Auch wenn Mesty nicht an Borreliose erkrankt ist, sowie Yoshi, so wäre das doch ein Grund, mir Vorwürfe zu machen. Ich überlege nun also, ob ich nächstes Jahr nicht noch viel eher anfangen, gegen Zeckenbisse vorzubeugen. Schwarzkümmelöl bekommen die Hunde bei mir mittlerweile das ganze Jahr über. Es wirkt gegen Zecken durchaus abwehrend. Aber nicht jede Zecke lässt sich dadurch abschrecken. Die meisten Zecken, die ich bisher bei Mesty gefunden habe, waren von der Haut wieder oben auf das Fell gekrochen, wohl weil der Geruch des Schwarzkümmelöls auf der Haut ihnen nicht angenehm war. Der kleinere Teil hat sich trotzdem festgebissen. Der Titer gibt keinen Aufschluss darüber, wo und wann die Infektion eingefangen wurde. Es könnte im Prinzip auch schon in Spanien gewesen sein. Anaplasmose gibt es auch im Mittelmeerraum. Das gleiche trifft auch für die Borreliose zu. Deshalb nehme ich an, dass sie diese beiden Infektionen schon mitgebracht hat.

Oh no – Verschwörungstheorie – Hunde können durch Impfen autistisch werden!

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Es ist jetzt schon fast 20 Jahre her, dass sich das Gerücht hält, Impfungen können zu Autismus führen. Die Studie wurde zurückgezogen und die Aussage mehrfach widerlegt. Trotzdem gibt es noch immer jede Menge Eltern, welche ihre Kinder nicht impfen lassen, weil sie Angst haben, ihre Kinder könnten dann zu Autisten werden. Das ganze kann man mittlerweile unter dem Begriff Verschwörungstheorie packen, denn den Menschen, die daran glauben, kann man sagen, was man möchte. Jedes Argument wird als Lüge der Pharmaindustrie abgetan.

Bild: http://ift.tt/2fbPcjL, Public Domain

Man möchte es kaum glauben, doch mittlerweile gibt es, zumindest in den Vereinigten Staaten, Menschen, die auch ihre Hunde nicht mehr impfen lassen, weil sie glauben, diese könnten zu Autisten werden. Wer jetzt glaubt, dass ich einen Scherz mache, dem muss ich sagen, ich meine es ernst. Es ist auch kein Aprilscherz. Wir haben August. In einem Artikel mit dem Titel „Dog Owners: Stop Worrying About Autism and Vaccinate Your Pet“ (Hundehalter: hört auf euch Sorgen wegen Autismus zu machen und lasst eure Haustiere impfen). beschreibt der Autor des Beitrags in Time Magazine, dass im New Yorker Stadtteil Brooklyn Menschen leben, die sich weigern, ihre Hunde gegen potenziell tödliche Krankheiten wie Räude, Hepatitis und Tollwut impfen zu lassen, da dieses Autismus verursachen soll. Man muss sich einmal vorstellen, wie verrückt das alles ist. Da versuchen Hundebesitzer, ihre kleinen Lieblinge davor zu bewahren, autistisch zu werden. Dabei gibt es nicht einmal irgendeinen Hinweis darauf, dass Hunde überhaupt autistisch sein könnten. Leider ist das ganze nun auch nicht harmlos, denn die Krankheiten, vor denen Hunde durch Impfung geschützt werden können, sind gefährlich und können oft tödlich enden. Zum Glück gibt es bei uns so gut wie keine Tollwut mehr. Allerdings heißt das nicht, Tollwut könnte nicht doch wieder einmal übertragen werden. Nach der deutschen Gesetzgebung müssen Hunde, wenn Tollwut nachgewiesen wird, getötet werden, ohne Ausnahme. Dazu kommt noch, dass viele Krankheiten, vor denen Hunde durch Impfungen bewahrt werden können, auch für Menschen nicht ungefährlich sind. So eng, wie wir heute mit unseren Hunden zusammen leben, ist eine Übertragung leichter möglich denn je. Im New Yorker Stadtteil New Jersey kam es so in diesem Jahr zu einem Ausbruch der bakteriellen Infektion Leptospirose, die von Ratten übertragen wird und für Hund und Mensch gefährlich ist. Vor allem in Städten, wo Hunde auch in Hundetagesstätten gehen und Freilauf in Hundeparks haben, ist das Risiko der Verbreitung von gefährlichen Krankheiten durch ungeimpfte Hunde extrem groß.
Das Internet ist heute eine gute Quelle für nützliche Informationen. Leider ist es aber auch eine Möglichkeit, Falschinformationen zu verbreiten. Fake News und die ganzen Verschwörungstheorien sind der beste Beweis dafür. Man kann nur hoffen, dass sich dieser Unsinn nicht auch in unseren Landen verbreitet. Ausreichend viele Menschen, die auf solche Verschwörungstheorien hereinfallen, gibt es leider, wie man bei Facebook leicht sehen kann.

Ein Jahr lang Mesty

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Mesty im Sommer

Kaum zu glauben, doch es ist tatsächlich jetzt genau ein Jahr her, seit Mesty bei mir zu Hause ist. Das ist eine gute Gelegenheit, das Jahr Revue passieren zu lassen.

Nachdem Anfang 2015 mein guter Herr Yoschi an den Folgen einer nicht erkannten Borreliose verstorben war, hatte ich lange gezögert, wieder einen dritten Hund zu mir zu holen. Zum Ende des Jahres wurde das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, dann aber doch sehr übermächtig und ich begann, mich nach einem neuen Hund um zu sehen. Recht schnell war mir klar, dass bei der Konstellation meines verbliebenen Minirudels bestimmte Bedingung erfüllt werden müssten. Die Auswahl schränkte sich letztlich durch die Probleme Floppys mit anderen Hunden drastisch ein. Ein Rüde kam so von vornherein nicht einmal infrage. Es musste eine Hündin sein und die sollte ruhig und erfahren sein. Und so fand ich dann über Shelta und Tierschutzverein ARCA eV die sechs Jahre alte Schäferhundmischlingsdame Mesty. Man hatte sie mir rein nach ihrer Persönlichkeit empfohlen. Ich hätte ja schon sehr gerne ein Jack Russell Terrier gehabt oder vielleicht auch einen anderen Terrier. Aber mit Floppy macht das alles keinen Sinn. Also entschied ich mich für Mesty. Damit ergab sich für mich aber eine neue Schwierigkeit. Mesty war deutlich größer als alle Hunde, die ich bisher gehabt hatte. Sie würde nicht in meinen Smart hineinpassen. Ich brauchte also ein anderes Auto. Und mit diesem machte ich mich dann am 23. Januar 2016, einem Samstag, auf den Weg nach Rastatt. Der Tag war denkbar ungünstig. Die Straßen waren in der Nacht zuvor vereist. Es wurde dringend von Fahrten abgeraten. Aber was sollte ich tun? Mesty war bereits auf dem Weg von Spanien nach Deutschland und an diesem Samstagmorgen würde sie auf mich warten. Gott sei Dank ging alles gut. Ich kam heil an, nahm sie in Empfang, erhielt ihre Papiere und war kurz nach Mittag wieder zurück im Sauerland.

Erstkontakt mit Floppy

Wie erwartet gab es überhaupt keine Probleme mit Floppy. Er akzeptierte sie und sie wusste, wie sie ihn nehmen musste. Das entschärfte die Situation von vornherein. Mesty brauchte sehr viel länger als ich erwartete, bis sie zu mir wirklich größeres Vertrauen fasste. Das Zusammenleben war von Anbeginn an ohne Probleme. Auch das Spazierengehen war unkompliziert. Aber sie brauchte doch ihre Zeit, bis sie sich mir anschloss. Es wurde einiges anders, als ich erwartet hatte. Den großen Hundekorb, den ich extra für sie besorgt hatte, als Rückzugsort und Ruhestätte für die Nacht, den nahm sie anfangs zwar an, ignorierte ihn nach einigen Wochen jedoch komplett. Stattdessen zog sie den dicken Teppich in der Diele vor. Dort verbrachte sie dann auch die Nächte. Es brauchte einige Tricks, bis ich sie dazu bringen konnte, die Treppe zu mir nach oben zu kommen. Käsewürfel und eine Decke, mit welcher ich den Blick durch die Stufen nach unten verdeckte, konnten sie schließlich überzeugen, dass die Treppe keine Gefahr darstellte. Mittlerweile ist die Decke wieder weg und sie läuft die Treppe hinauf und hinunter, wenn auch noch immer mit Bedacht. So verbringt sie die Nächte jetzt meist auf dem dicken Teppich hier oben bei mir. Auch tagsüber ist sie viel hier oben.

Anfangs war sie etwas furchtsam, wenn man an ihr vorbeiging und noch mehr, wenn man irgendwelche Dinge trug. Auch das mittlerweile deutlich besser geworden. Ein wenig Schwierigkeiten gab es zu Beginn auch mit dem Futter. Wir begannen mit einem guten Trockenfutter. Sobald ich ihr aber etwas Anderes gab, reagierte ihre Verdauung mit Durchfall. Das hat sich durch langsame Umgewöhnung mittlerweile auch gegeben. Morgens frisst sie nun Trockenfutter und am Nachmittag gibt es noch mal eine Portion Dosenfutter. Sie hat sogar ein klein wenig zugelegt und wiegt nun statt 16 ganze 18 Kilo. Mehr dürfen es nun aber auch nicht werden.

Mesty geht unheimlich gerne spazieren. Ich hatte ja gehofft, ihr Vorbild würde auf meine beiden Kleinen wirken, Little Amiga würde etwas ruhiger werden und Floppy mehr an Selbstsicherheit gewinnen. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Mesty begann, Interesse an Spuren im Wald zu finden und auch mal etwas Dampf an der Leine zu machen und außerdem bellt sie nun auch, wenn wir andere Hunde sehen. O. k., das war dann mal nichts.

Mesty genießt die Sonne im Spätsommer im Garten

Im Großen und Ganzen denke ich, ist Mesty nun angekommen. Ein wenig Steigerung ist sicherlich noch drin, doch sie hat sich wirklich gut eingelebt und das Vertrauen ist sehr groß. Ab und zu kann ich sie sogar dazu bewegen, ein wenig zu spielen. Gerade das Spiel ist jedoch ganz wichtig in punkto Vertrauen.

Gesundheitlich ist alles im grünen Bereich. Lediglich der Titer der Ehrlichchose ist noch immer erhöht. Das hatte ich jetzt im Januar noch einmal testen lassen. Der nächste Test wird im Mai erfolgen und dann muss man gegebenenfalls noch mal behandeln. Sie hat zum Glück keine Probleme und ich hoffe das bleibt auch so. Aber besser ist es schon, wenn man etwas macht gegen diese Krankheit, die irgendwo im Untergrund arbeitet.

Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, ein wenig mit ihr zum Thema Grundkommandos zu arbeiten. Sitz auf Fingerzeig kann sie schon. Ich denke, da ist noch mehr drin. Und da ja in ihr schon rein vom Äußeren viel Schäferhund steckt, denke ich, wird es ihr gut tun, wenn wir da auch mehr an Kommandos arbeiten. Sie sollte eigentlich bereit sein dazu.

Mesty knabbert im Schnee an Rinderdörrfleisch (weich genug für ihre wenigen Zähne)

Neue Leinen, neues Glück

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Mit den Leinen meiner Hunde habe ich schon längere Zeit nicht wirklich Glück gehabt. Ein großes Problem ist bei mir vor allem Little Amiga. Sie ist an der Leine beim Spaziergang sehr lebendig. Sie zieht, dreht sich im Kreis und schüttelt sich und springt. An sich wäre das kein Problem, wenn da nicht immer wieder die Karabiner unvermittelt aufgehen würden. Dieses ist gefährlich.

Anfang 2016 kaufte ich eine Hurtta Leine, gefertigt aus Tau bzw. einem Seil, wie Bergsteiger es nutzen, 8 mm stark. Diese Leine brauchte ich für Mesty. Bei Hurtta wird diese Leine als Reepschnur bezeichnet. Sie ist mit klassischen Karabiner ausgestattet, gefertigt aus Zinkdruckguss. Das sah alles höchst solide aus. Und weil mir das alles so gut gefiel, besorgte ich gleich noch zwei, für Little Amiga und für Floppy. Es ist mir immer am angenehmsten, wenn alle drei Leinen gleich sind und sich nur von den Farben her unterscheiden. So kann ich die Hunde am leichtesten führen und auch direkt an der Leine sehen, wer an welcher Leine hängt.

Nach nicht einmal einem Jahr ging dann der Karabiner an der Leine von Floppy aus seiner Führung. Wohl gemerkt, die Leine ist noch nicht einmal ein Jahr alt und der Hund zieht kaum und ist gerade mal acht Kilo schwer. Das darf nicht passieren. Mehr dazu hatte ich in meinem Beitrag vom 29. Dezember 2016 geschrieben. Da die Karabiner bei Little Amiga so oft ausgegangen waren, hatte ich eine Leine aus den USA besorgt. Die funktionierte auch wirklich gut und der Karabiner mit Schaubverschluss hielt. Nur leider sind Karabiner und Drehgelenk dahinter viel zu wuchtig und zu schwer für einen Hund, der gerade einmal zehn Kilo wiegt. Es musste also eine andere Lösung her. Außerdem hatte sich auch bei Floppy und Mesty schon mehrfach ein Karabiner unversehens geöffnet und war vom Halsband gegangen. Keiner der beiden Hunde hatte sich dabei in irgendeiner Form heftig an der Leine bewegt, nichts dergleichen. Das darf nicht sein!

Und so bemühte ich wieder einmal Google und suchte nach Hundeleinen mit Karabiner aus Edelstahl und einem anderen Schließmechanismus. Dabei stieß ich dann auf einen Onlineshop aus München, Murphymotion. Ich nahm Kontakt mit der Dame auf, welche neben ihrem Beruf Hundeleinen aus Tau fertigt. Wir verständigten uns und sie fertigte mir drei Leinen an, zwei davon mit Scherenkarabinern und eine mit klassischen Karabinern. Die klassischen Karabiner wählte ich für eine Leine, weil ich bisher mit den Scherenkarabinern überhaupt keine Erfahrung habe. Die Scherenkarabiner, welche ich kenne, funktionieren anders. Ich hatte gedacht, sollte es hiermit bei Little Amiga Probleme geben, dann könnte ich immer noch auf die andere Leine mit den klassischen Karabiner wechseln.

Heute kamen sie dann mit der Post und ich muss sagen, sie gefallen mir sehr gut.

Im Vergleich zu den klassischen Karabinern an den Hurtta Leinen macht dieser Scherenkarabiner einen deutlich robusteren Eindruck. Der Knopf, welcher dafür sorgt, dass der Karabiner nicht aus der Führung gleitet, ist wesentlich dicker und der Verschlussmechanismus wird von einer sehr kräftigen Feder geschlossen gehalten. Das fühlt sich sehr vertrauenerweckend an. Von daher bin ich eigentlich zuversichtlich, dass Little Amiga sich hier nicht wird befreien können.

Damit man sich vorstellen kann, wie die Leinen aussehen, hier noch zwei Fotos, welche mir die Dame aus München vorab schickte. Ähnliche Bilder finden sich auch auf ihrer Homepage.

Diese Leine nutzt jetzt Little Amiga und die darunter nutzt Mesty.

Wie sich die Leinen im Dauereinsatz bewähren, werde ich gegen Ende des Jahres berichten. Ich gehe jedoch schon davon aus, dass diese Karabiner aus Edelstahl deutlich langlebiger sind und zum Jahresende so gut wie keine Abnutzungsspuren aufweisen sollten.

Kleiner Sch(e)isser erwischt!

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Nun habe ich meine beiden Kleinen schon seit mehr als vier Jahren im Haushalt. Wer mein Blog länger liest, weiß, welche Probleme ich mit der Stubenreinheit hatte. Was immer Sommer problemlos funktionierte, machte in dem Moment Schwierigkeiten, wo die Haustüre nicht mehr stundenlang aufstand und die Hunde in den Garten konnten, wann immer sie wollten und mussten. Und so machten sie dann auf einmal ihr großes Geschäft wieder irgendwo in die Wohnung, ohne sich vorher irgendwie zu melden, wie man das eigentlich von einem stubenreinen Hund erwarten sollte. Es ging dann nur, indem man die beiden regelmäßig vor die Türe schickte.

Lange war es gut gegangen und jetzt fing es mit einem Mal wieder an. Mal war es Little Amiga und häufiger Floppy. Meist konnte ich den Verursacher nur am Haufen erkennen. Einmal erwischte ich Floppy, wie er vor meinen Augen den Buckel machte, auf dem Fußabtreter vor der Haustüre. OK, dachte ich, vielleicht hat er es wirklich nicht mehr geschafft. Bei Floppy ist der strubbelige Teppich im Esszimmer beliebt. Viermal hatte er in den letzten Wochen dort sein Geschäft verrichtet, wenn man nicht achtgab. Das geschah auch immer zu Zeiten, wo er normal gar nicht macht. 

Heute hatte ich dann die Türe zum Esszimmer geschlossen, bevor ich in mein Büro ging. Erst kam er mit. Nach einer Weile schaute ich, sah ihn jedoch nirgendwo. Dann hörte ich ihn von unten und schaute nach. Er lag vor der Esszimmertüre und wollte hinein. Seltsam, dachte ich. Vielleicht muss er hinaus. Also schickte ich ihn an die Türe. Er schaute in den Garten, wo der Schnee etwa 30 cm hoch liegt. Das gefiel ihm gar nicht. Er drehte um und kam hinein. “Nichts da, Kleiner!” und damit setzte ich ihn auf einen im Schnee geschobenen Weg. “Geh, mach!” Er zockelte davon, hob ein Bein und stand eine Weile so. Das muss schon ein Druck auf der Blase gewesen sein, dachte ich mir. Dann ging er weiter, machte einen Buckel und verrichtete sein Geschäft. Hatte ich doch richtig vermutet. Er hatte gemusst, wollte aber nicht in den Garten, weil ihm das Wetter nicht behagte. 

Da saß er dann im Schnee, der kleine Herr Floppy.

Ich habe schon einiges erlebt mit meinen Hunden, dass ein Hund ewig anhält, bevor er in den Garten geht, um sich zu erleichtern, habe ich immer wieder erlebt, dass aber ein Hund lieber in die Wohnung macht, weil ihm draußen zu unangenehm scheint, solches Verhalten ist mir neu.

Winterzeit ist Sofazeit

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Leider kann man im Winter nicht so viel Zeit draußen verbringen. Zwar drehen wir unsere üblichen Runden, früh am Morgen und am Nachmittag, doch darüber hinaus sind wir im Winter dann doch nicht so viel draußen an der frischen Luft. Das Wetter ist dafür hier im Sauerland nicht so geeignet. Vor allem die beiden Kleinen würden gerne spielen, doch das geht nicht. Der Boden im Garten ist dann viel zu weich und der Rasen würde zu sehr leiden. Vor allem Little Amiga mit ihrer grenzenlosen Energie so fest auf dem Boden, dass sie beim Starten, beim Bremsen und in Kurven den Boden aufreißt. Und da der Rasen ohnehin nicht so gut ist, möchte ich ihn nicht noch unnötig weiter schädigen.

So verbringen wir also mehr Zeit im Haus. Dann spielen wir in der Diele und im Esszimmer. Ich werfe Bälle und verstecke Sachen. Vor allem der kleine Floppy liebt es, seinen Ball in Decken zu verstecken und dann wieder auszubuddeln. Und wenn ich ihm den Ball verstecke, dann macht es ihm noch mal so viel Spaß. Auch Amiga liebt dieses Spiel.

Doch man kann nicht nur spielen. Es kommt noch hinzu, dass Little Amiga mich bei den Spaziergängen doch häufig arg quält mit ihrer Zieherei an der Leine. Dann tun mir die Schultern wie und dann habe ich auch ehrlich gesagt nicht mehr so viel Lust zu spielen. Dann setze ich mich lieber mal auf das Sofa, dass ich sogar mal extra angeschafft habe, um mich mit meinen Hunden gemeinsam gemütlich darauf zu setzen.

Mesty kann sich bisher mit dem Sofa noch nicht so richtig anfreunden, muss sie aber auch nicht. Sie war bisher nur in der Silvesternacht während des Feuerwerks und der Böller einmal für eine Weile auf dem Sofa, weil sie sich dort bei mir sicherer fühlte. Floppy und Little Amiga kommen gerne auf das Sofa. Manchmal sind sie alle beide dort und manchmal auch nur einer von beiden und der andere sucht sich einen anderen gemütlichen Platz. Mir gefällt vor allem an dem Sofa, dass ich gemütlich sitze, dabei lesen kann und die Hunde in Griffweite zum Streicheln bei mir habe.

Hurtta Leine nach nicht mal einem Jahr verschlissen

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Vor ziemlich genau einem Jahr bestellte ich mir für Floppy eine HURTTA Reepschnurleine Training birke, 250cm*8mm. Auch für die anderen beiden habe ich identische Leinen, nur in anderen Farben. Für so einen kleinen Hund wie Floppy mit knapp 8 kg Körpergewicht ist so eine Leine eigentlich komplett überdimensioniert. Ursprünglich hatte ich eine für Mesty bestellt und da ich sie so gut fand bekamen die Kleinen auch eine.

Die Marke Hurtta gefällt mir eigentlich recht gut, da die Qualität der Produkte ordentlich ist. So habe ich Halsbänder, Leinen und Regenschutz für die Hunde von Hurtta.

Die ersten Probleme mit den Leinen hatte ich bei Little Amiga. Ich hatte die Hunde alle jeweils mit dem dafür vorgesehenen Haken am Halsband befestigt und den anderen Haken genutzt, um die Leine auf die gewünschte Länge einzustellen. Little Amiga springt schon mal recht wild an der Leine herum. Mit einem Mal hatte sich dabei dann bei einem Spaziergang der Haken vom Halsband gelöst. Wie das möglich ist, kann ich nicht sagen, da der Karabiner von einer Feder geschlossen gehalten wird, und man diesen zurückziehen muss, um ihn zu öffnen. Irgendwie muss der Haken durch die Bewegung aufgegangen sein. Das passierte mir zum Glück nur im Wald. Nach dem zweiten Mal, nahm ich alle drei Hunde zunächst nur in der Stadt nur noch mit beiden Haken in das Halsband eingeklinkt mit. Anders war es mir zu unsicher, zumal eines Tages auch Floppy von der Leine war, und er war nicht wild an der Leine herum gesprungen. So etwas darf nicht sein. Von da an führte ich die Hunde nur noch mit beiden Haken im Halsband eingehakt. Bei Little Amiga ergibt sich jedoch ein enormes Problem dadurch. Sie dreht sich viel an der Leine und mit zwei Haken eingehakt, funktioniert das Drehen der Karabiner nicht mehr. Die doppelte Leine verdrillt sich. Also suchte ich nach einer anderen Leine mit einem sichereren Verschluss. Wir nutzen jetzt eine andere.

Zurück zur Hurtta Leine. Beim Spaziergang heute in der Stadt merkte ich mit einem Mal, dass der eine Teil von Floppys Leine frei baumelte. Das Drehgelenkt des Karabiners war aus der Führung gegangen. Wie kann so etwas sein? Ich führe die Hunde seit kanpp einem halben Jahr doppelt eingehakt, das entlastet den einzelnen Karabinerhaken, Floppy zieht nicht und wenn mal, dann nur mit geringer Kraft.

Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Klar, die Karabinerhaken sind kein Edelstahl, doch sie müssten schon länger halten. Bei früheren Leinen, und ich habe schon viele durch im Laufe von fast 40 Jahren Hundehaltung und fünf Hunden, haben die Karabinerhaken in der Regel Jahre gehalten.

Erstaunlicherweise sind die Karabinerhaken der beiden anderen Leinen deutlich weniger abgenutzt und das, obwohl Little Amiga deren Leine bis vor wenigen Wochen im Dauereinsatz war, sehr oft zieht und dies teils sehr kräftig. Ich werde nun mal eine Reklamation versuchen. Außerdem werde ich die Karabinerhaken von nun an regelmäßig auf ihren Zustand kontrollieren, um Probleme früh genug erkennen zu können.