Schnee und Eis …

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Nach dem Schnee ist vor dem Eis oder so ähnlich. Nach Wochen, gefühlt eigentlich sogar Monaten von Regen und Nässe und Schlamm haben wir jetzt Eis. Leider fahren bei uns im Wald sehr viele Menschen mit ihren Fahrzeugen durch. Was bei Regen und Schlamm sorgt, garantiert bei Schnee und wechselnden Temperaturen eine dicke Schicht Eis. Und dieses Eis ist nicht ohne. Bisher habe ich das versucht, mit Schneeketten verschiedener Hersteller zu meistern, Turtles und YakTrak. Beide sind bei glattem Schnee gut, doch bei Eis kommen sie an ihre Grenzen. Da Eis aber wirklich gefährlich ist, für große Menschen noch mehr, suchte ich nach einer besseren Lösung. Richtige Steigeisen sind wohl etwas überdimensioniert und benötigen steigeisenfeste Schuhe. So stieß ich dann beim Online Kaufhaus Amazon auf dieses Modell.

Das sind die Schuhspikes, Terra Hiker Schuhkrallen mit 18 Zähnen, Steigeisen mit Edelstahlspikes für Bodenhaftung auf Eis und Schnee und die gibt es für 20 €. Das ist nicht teuer. Für das Anziehen braucht es ein klein wenig Übung, da man von oben hinein steigt. Schneeketten werden in der Regel von unten nach oben übergestülpt. Das ist hier etwas anders. Aber es geht gut, wenn man den Dreh raus hat. Anders als bei billigen Spikes, die leicht abbrechen können, bestehen diese hier aus gekannten Blechen. Sie sind also aus einem Stück. Dadurch sind sie wesentlich robuster. In meinem alltäglichen Praxistest haben sie sich bewährt. Man kann ohne Sorge über das glattes Eis laufen, bergauf und bergab. Die Dinger krallen sich in das Eis und gut ist. Auch wenn man mal ein Stück laufen muss, wo weder Schnee noch Eis sind, so halten Sie das aus. Eventuell muss man Einstein aus den Spikes herauspuhlen. Die Schussbikes kommen mit einer Tasche, in der man sie transportieren kann. Praktischerweise hat die eine Schlinge, mit der man sie tragen oder an den Gürtel nehmen kann. (Man kann diese Schlinge nicht öffnen. Für so etwas habe ich am Gürtel ein Karabiner.)

Mesty findet den Schnee insgesamt toll. Das Foto entstand heute früh als es noch nicht so ganz hell war und entsprechend war es etwas blaustichig. Durch die Korrektur ist der Kontrast vielleicht etwas stark. Meist lasse ich die Dame ohne irgendwelchen Schutz laufen. Ihr dicker Pelz lässt kaum etwas durch. Als wir jetzt jedoch diese tiefen Minusgrade hatten, teilweise unter -10 °C, da habe ich ihr dann doch ihren Mantel übergezogen. Besser ist das. Die kleinen kommen gar nicht ohne aus. Sie verlieren einfach viel zu viel Energie durch ihre nicht vorhandene Unterwolle. Soviel kann ich dann gar nicht zu füttern. Als es so richtig schlimm kalt war (relativ, wir hatten hier auch schon -22°C, doch das ist etwas her), da habe ich sie sogar in zwei Schichten eingepackt. Das hat dann aber sehr gut funktioniert. Die Kerntemperatur blieb sehr hoch und so fühlten sie sich auch auf einer Runde von 90 Minuten bei -11 °C noch gut.

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Das Ohren-Blutbad

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Vorgestern waren wir vom eisigen Spaziergang am Nachmittag wieder zu Hause. Die Hunde hatten ihr Futter bekommen. Floppy war noch unten in der Wohnung bei meiner Mutter. Ich saß schon in meinem Büro. Meine Mutter ruft zu mir hinauf, was mit Floppy sei. Der wäre gebissen worden, ob ich nicht aufgepasst hätte. Da wäre ganz viel Blut oben am Ohr und am Hals. 

“Oh Schreck,” dachte ich. “Was ist denn nun schon wieder los?” Also schaute ich mir den kleinen Herrn Floppy an und in der Tat oben auf dem rechten Ohr war alles dick blutverkrustet. Auch am Hals war das Fell voller Blut. Es war schon richtig eingetrocknet. Beim Spaziergang war mir dieses nicht aufgefallen. Auch bei der Fütterung war alles ruhig geblieben. Ich hatte aber einen Verdacht, die Ohrenspitzen!

Auf dem Bild sieht man nun das rechte Ohr, das welches nicht geblutet hatte. Floppy hatte schon einmal Probleme mit den Ohren. Das war zu Zeiten meines ersten Smart. Da hatte ich ein Gitter zur Sicherung. An diesem hatte er beim Schütteln des Kopfes seine Ohren aufgeschlagen. Das hatte Folgen, denn es verheilte nur ganz schlecht. Da beim Kopfschütteln eines Hundes mit Hängeohren gewaltige Fliehkräfte ins Spiel kommen, platzten die Wunden regelmäßig wieder auf. Blut spratzte bis die Wände hinauf in der Diele. Und da das alles nicht richtig heilen wollte, bildete sich schon eine leichte Nekrose auf einer Seite. Das Gewebe starb ab. Mit Pflastern und einige Rückschlägen bekamen wir es aber in den Griff. Der Smart ging weg als Mesty kam und die Gefahr war gebannt. 

Jetzt ist es aber wieder gekommen, keine Ahnung warum. Ich hatte es schon vorher gesehen. Es war nicht so schlimm wie damals, doch etwas Schorf war am Ohr. Und nun war es, vielleicht durch das kalte Wetter oder sonst etwas, richtig aufgebrochen und dadurch war es auf das andere Ohr gekommen und an den Hals. Jetzt sitzt er mit Pflaster und ich hoffe, es heilt aus.

Solange es trocken bleibt, lasse ich das Pflaster jetzt auch erst einmal dran. Ein häufiger Wechsel tut auch dem Fell nicht gut.

Zwei Jahre Mesty im Sauerland

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Man kann es kaum glauben, doch Mesty ist nun schon etwas über zwei Jahre hier bei mir. Zwischen dem Tod von Yoschi und der Entscheidung, doch wieder einen dritten Hund hinzu zu holen, lag fast ein ganzes Jahr. Eigentlich wollte ich bei zwei Hunden bleiben. Aber irgendwo noch ein Loch. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher. Für Mesty war es auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Sie ist aus dem Tierschutz und einem Leben mit 150 anderen Hunden im privaten Tierheim entkommen. Ihr Leben hat sich damit ganz massiv verbessert. Das soll nicht heißen, dass es ihr in Spanien in den drei Jahren bei Arconatura in Linares schlecht gegangen ist. Aber angenehmer ist es ganz sicherlich, wenn man sich nicht ständig gegen unzählige andere Hunde behaupten muss.

Mittlerweile habe ich auch etwas mehr zu Mestys Geschichte erfahren. Ich hatte bei Facebook an die zwei Jahre erinnert und die Frau, welche sie damals mit in das Tierheim nahm, eine Freiwillige von Arconatura, postete darauf hin ein Foto, auf welchem Mesty zu sehen ist, bevor sie “gerettet” wurde.

Das ist es. Wie die Tierschützerin schrieb, hatte sie Mesty bereits seit Juni 2012 gefüttert. Mesty lebte zu dieser Zeit bei einem verlassenen Bauernhof. In der Nähe gibt es wohl auch verlassene Minen. Ein weißer Mastino mit dem Namen Jack lebte auch in dieser Ecke. Die Tierschützerin vermutet, dass er eine Zeit lang der Gefährte war. Und dann Anfang 2013, im Februar, merkte die Tierschützerin, dass Mesty mit größter Wahrscheinlichkeit trächtig war. Jack war vermutlich der Vater. Damit war es höchste Zeit, Mesty ins Tierheim zu nehmen, damit die Welpen sicher zur Welt kommen konnten. Wie sie bei Facebook schrieb, sind die verlassenen Minen gerade für neugierige Welpen gefährlich. Sieben Welpen wurden dann Tierheim geboren und alle waren Mädchen. Das hatte ich bisher nicht gewusst. Von einigen von Mestys Töchtern habe ich Bilder gesehen und zumindest von einer bekomme ich über Facebook regelmäßig Updates.

Mesty geht es gut. Die Ehrlichiose haben wir im Griff. Nur die Zähne sind nicht so toll. Hier will mein Tierarzt jetzt etwas machen. Das Problem ist starker Zahnstein, der auch mit dem allgemein schlechten Zustand der Zähne zusammenhängt. Selbst kann ich hier nichts mehr ausrichten. Zwei oder drei Zähne müssen raus und dann wird der Zahnstein entfernt, damit er die Kieferknochen nicht entzündet. Alles wird unter Narkose stattfinden. Etwas viel auf den Rippen hat die kleine Schäferhundmischlingsdame auch. So viel zu Fressen hatte sie vermutlich noch nie und meine Mutter, die morgens das Futter gibt, meinte es die ganze Zeit trotz meiner Einwände immer zu gut. Das haben wir jetzt davon. Mesty muss abnehmen. Es ist aber zum Glück kein großes Übergewicht. Eine Weile wird es aber dauern, da wir auch keine Extrem-Diät machen wollen.

Alabama Rot (CRGV) – kommt hoffentlich nie zu uns

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Bei uns in den Medien hat man bisher nur wenig bis gar nichts gehört von der mysteriösen Krankheit Alabama Rot. In Großbritannien traten jetzt erneut Fälle dieser meist tödlich verlaufenden Erkrankung auf. 

Die Krankheit verursacht Schäden an den Blutgefäßen von Hunden und den Nieren. Diagnose und Behandlung sind schwierig. Erste Anzeichen sind in der Regel wunde Stellen meist unterhalb der Knie oder Ellenbogen. Aus den wunden Stellen werden nach und nach große Flächen, wo das Gewebe abstirbt. Daher auch der englische Name “Rot”, zu Deutsch: Fäule, Verwesung. Erkrankte Hunde leiden häufig unter Depressionen, Appetitlosigkeit, sind matt und abgeschlagen und müssen Erbrechen oder häufig würgen. Man vermutet als Übertragungsorte Schlammflächen und Waldgebiete. 

Unbehandelt verläuft die Erkrankung tödlich. In Großbritannien wurden erste Fälle bereits 2012 dokumentiert. In einer aktuellen Untersuchung verfolgt man einen möglichen Zusammenhang mit einem verwurmten Hirsch, der für menschlichen Verzehr ausgeschlossen wurde und entkam. Wie groß die Anzahl betroffenener Hunde in den USA ist, ist nicht bekannt.

Man kann nur hoffen, dass diese fiese Krankheit, deren Ursprung gegenwärtig noch unbekannt ist, nicht in unseren Breiten auftaucht. Ein Fall einer Dänischen Dogge ist in Deutschland laut einem wissenschaftlichen Papier von 2015 dokumentiert. Um was genau es sich eigentlich handelt, ist gegenwärtig noch unsicher. Es gibt eine Vermutung, dass es mit e-Coli Bakterien zusammenhängt und einem von diesen produzierten Giftstoff. In der genannten wissenschaftlichen Untersuchung von 2015 an 30 in Folge der Krankheit verstorbenen oder euthanasierten Hunden konnten jedoch weder entsprechende von e-Coli produzierte Giftstoffe in den Nieren noch Gene von e-Coli Bakterien im Kot nachgewiesen werden. 

Siehe auch Alabama Rot in der englischen Wikipedia, in einem Bericht eines Hundehalters, dessen Mops überlebte und in einem Bericht der BBC.

Drei Jahre ohne YOSCHI

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Es sind tatsächlich schon wieder drei Jahre seit diesem üblen Tag am 3. Februar 2015 als mein kleiner Herr Yoschi am frühen Morgen um 6:00 Uhr seinen letzten Atemzug machte, zweieinhalb Tage, nachdem es ihm mit einem mal richtig schlecht gegangen war. Es war ja schon mehr als ein halbes Jahr lang irgendwie etwas nicht mit ihm in Ordnung gewesen. Ich hatte untersuchen lassen auf alles mögliche. Nur auf eine Sache war mein Tierarzt leider nicht gekommen, Borreliose. Dabei hatte es einen Hinweis gegeben, der ihn auf die richtige Spur hätte bringen können. Aus irgend einem Grund hat Yoschi einmal für zwei Wochen Antibiotika bekommen und da ging es ihm insgesamt besser. Er hatte sich diese ganze Zeit nicht wirklich schlecht gefühlt, außer dass es ihm immer zu warm war. Das war während der Zeit mit dem Antibiotikum auf einmal besser. Der Tierarzt wunderte sich noch, als ich ihm davon berichtete, zog aber leider nicht den richtigen Schluss daraus. Das Antibiotikum hatte die Borrelien in dieser Zeit wohl etwas unterdrückt. Hätte er es damals geahnt und hätte gezielt gegen Borreliose behandelt, dann könnte Yoschi jetzt noch leben und wäre 15 Jahre alt, kein Alter für ein Terrier. Aber es hatte nicht sollen sein.

Ich habe mir dann lange Vorwürfe gemacht, dass ich vielleicht beim Schutz gegen Zecken irgendwie nicht gut genug aufgepasst haben könnte, dass vielleicht eine Lücke im Schutz war. Das war noch vor Bravecto. Exspot hält ja nicht zu lange, knapp sechs Wochen. Möglicherweise, so dachte ich immer muss da eine Lücke entstanden sein und da hat es ihn dann erwischt. Als ich jetzt zum Impfen mit meinen Dreien beim Tierarzt war und mal wieder auf das Thema kam, meinte die Frau des Tierarztes, er könne sich die Borreliose durchaus schon Jahre vorher eingefangen haben. Das stimmt. Die Fälle sind bekannt, wo Leute jahrelang keine Probleme haben und auf einmal geht es los. eventuell war das auch bei dem kleinen Herrn Yoschi der Fall. Aber egal, es ändert nichts. Er musste vor seiner Zeit gehen und es war ein schwerer Verlust. War ein Hund mit Charakter, für mich ein Seelenhund.

Die neuen Leinen, ein Jahr später

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Vor etwas über einem Jahr bekam ich die neuen Leinen aus Süddeutschland von Murphymotion. Ich hatte sie ausgewählt, da ich nach Leinen mit anderen Verschlüssen gesucht hatte. Die drei Leinen sind handgefertigt, zwei mit Karabinern wie im Bild versehen und eine mit herkömmlichen. Der Grund, weshalb ich neue Leinen gesucht hatte waren die, welche wir vorher nutzten, Marke Hurtta. Von denen war ich sehr enttäuscht gewesen, denn erstens war das Material der Karabiner sehr billig und sie nutzten sich extrem schnell ab und zweitens sprangen die Karabiner immer wieder auf. Erstes war vor allem ärgerlich, da die Leinen nicht gerade billig gewesen waren und man da doch bessere Qualität als billigen Druckguss erwarten kann. Zweites war vor allem eines, richtig gefährlich. Ich stieß dann auf die Leinen von Murphymotion  und die gefielen mir vor allem wegen der Verschlüsse richtig gut.

Und wie sieht es aus, ein Jahr später? Haben die Leinen gehalten, was sie versprochen haben? Insgesamt bin ich mit den Leinen sehr zufrieden. Das kann ich nicht anders sagen. Die Verschlüsse sind sicher und springen nicht einfach auf. Von daher kann ich sagen, ich bin zufrieden.

Sehr überraschend ging jetzt vor einer Woche jedoch einer der Verschlüsse kaputt, nicht der, an welchen die Leine befestigt wird, sondern der, mit welchen man die Länge der Leine verstellt. Ich wollte ihn öffnen und knack, die Feder im Verschlussmechanismus brach. Der Verschluss war damit unbrauchbar.

Woran das jetzt liegen könnte, ist schwer zu sagen. Es ist auf keinen Fall schuld von Murphymotion. Es dürfte eher ein Materialfehler sein. Die Verschlüsse sollen Edelstahl sein und eigentlich müssten die lange halten. Doch wer weiß. Nun war die Frage, was tun? Die Leinen sind von Hand gemacht und die Schlaufen sind mit Garn umwickelt und gesichert mit einer Technik, die aus der Seefahrt kommt. Also habe ich mich schlau gemacht und beschloss dann, den Verschluss selbst auszutauschen. Bei YouTube findet man diverse Videos, in welchen erklärt wird, wie man ein Tauende auf diese Art und Weise sichert. Wie man zwei Taue miteinander verbindet, davon gibt es weniger Informationen. Ich bestellte mir über eBay Verschlüsse und ein Garn, welches zum Nähen von Segeln genutzt wird. Als ich dann meinen ersten Versuch startete, hatte ich das richtige Video noch nicht gefunden. Entsprechend sieht mein erster Versuch noch nicht ganz so professionell aus. Aber ich denke, es hält trotzdem, da ich mich in Bezug auf die Technik schon an anderen Videos orientiert hatte.

Wie macht man das richtig, wie muss man vorgehen, dass es genauso aussieht wie die Herstellerin meiner Leinen das gemacht hat? Die korrekte Technik kann man im folgenden Video sehen. Es heißt “palm & needle whipping on a braided rope”, zu deutsch “ein geflochtenes Seil mit Handfläche und Nadel beschlagen.“ Was es mit der Handfläche auf sich hat, sieht man im Video. Es gibt ein spezielles Hilfsmittel, welches es erlaubt, eine dicke Nadel mit dem Garn mittels der Handfläche durch das dicke Seil hindurch zu stechen. Daher der seltsame Name.

Auch ich habe mit einer Nadel gearbeitet, allerdings nicht mit der richtigen Nadel und ich hatte auch nicht das Hilfsmittel für die Handfläche. Trotzdem habe ich die beiden aneinanderliegenden Tauchstücke durchstochen und damit schon mal gesichert, sodass sie nicht gegeneinander verrutschen können.

Was ich jetzt hier aber gelernt habe, ist eines. Ich könnte nun auch jederzeit meine eigenen Hundeleinen anfertigen. So schwierig ist es nicht. Man muss lediglich entsprechendes Tau, Ringe, Verschlüsse und Segelgarn besorgen, dann ein wenig üben, bis die Technik mit dem Umwickeln sitzt, und es kann losgehen.

Die Leinen von Murphymotion  kann ich auf jeden Fall empfehlen und die Dame, welche sie anfertigt, versteht ihr Handwerk. Wie alles, haben die Leinen ihren Preis und wie jede Leine werden auch sie nicht ewig halten. Das Material wird verschleißen und verschlüsseln können, auch wenn das eigentlich sehr unwahrscheinlich ist, kaputt gehen. In der Herstellung dieser Leinen steckt einiges an Erfahrung und handwerklichem Geschick und anders als Leinen aus industrieller Produktion, kann man diese ganz auf seine eigenen Bedürfnisse anfertigen lassen.

Die neuen Leinen, ein Jahr später

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Vor etwas über einem Jahr bekam ich die neuen Leinen aus Süddeutschland von Murphymotion. Ich hatte sie ausgewählt, da ich nach Leinen mit anderen Verschlüssen gesucht hatte. Die drei Leinen sind handgefertigt, zwei mit Karabinern wie im Bild versehen und eine mit herkömmlichen. Der Grund, weshalb ich neue Leinen gesucht hatte waren die, welche wir vorher nutzten, Marke Hurtta. Von denen war ich sehr enttäuscht gewesen, denn erstens war das Material der Karabiner sehr billig und sie nutzten sich extrem schnell ab und zweitens sprangen die Karabiner immer wieder auf. Erstes war vor allem ärgerlich, da die Leinen nicht gerade billig gewesen waren und man da doch bessere Qualität als billigen Druckguss erwarten kann. Zweites war vor allem eines, richtig gefährlich. Ich stieß dann auf die Leinen von Murphymotion  und die gefielen mir vor allem wegen der Verschlüsse richtig gut.

Und wie sieht es aus, ein Jahr später? Haben die Leinen gehalten, was sie versprochen haben? Insgesamt bin ich mit den Leinen sehr zufrieden. Das kann ich nicht anders sagen. Die Verschlüsse sind sicher und springen nicht einfach auf. Von daher kann ich sagen, ich bin zufrieden.

Sehr überraschend ging jetzt vor einer Woche jedoch einer der Verschlüsse kaputt, nicht der, an welchen die Leine befestigt wird, sondern der, mit welchen man die Länge der Leine verstellt. Ich wollte ihn öffnen und knack, die Feder im Verschlussmechanismus brach. Der Verschluss war damit unbrauchbar.

Woran das jetzt liegen könnte, ist schwer zu sagen. Es ist auf keinen Fall schuld von Murphymotion. Es dürfte eher ein Materialfehler sein. Die Verschlüsse sollen Edelstahl sein und eigentlich müssten die lange halten. Doch wer weiß. Nun war die Frage, was tun? Die Leinen sind von Hand gemacht und die Schlaufen sind mit Garn umwickelt und gesichert mit einer Technik, die aus der Seefahrt kommt. Also habe ich mich schlau gemacht und beschloss dann, den Verschluss selbst auszutauschen. Bei YouTube findet man diverse Videos, in welchen erklärt wird, wie man ein Tauende auf diese Art und Weise sichert. Wie man zwei Taue miteinander verbindet, davon gibt es weniger Informationen. Ich bestellte mir über eBay Verschlüsse und ein Garn, welches zum Nähen von Segeln genutzt wird. Als ich dann meinen ersten Versuch startete, hatte ich das richtige Video noch nicht gefunden. Entsprechend sieht mein erster Versuch noch nicht ganz so professionell aus. Aber ich denke, es hält trotzdem, da ich mich in Bezug auf die Technik schon an anderen Videos orientiert hatte.

Wie macht man das richtig, wie muss man vorgehen, dass es genauso aussieht wie die Herstellerin meiner Leinen das gemacht hat? Die korrekte Technik kann man im folgenden Video sehen. Es heißt “palm & needle whipping on a braided rope”, zu deutsch “ein geflochtenes Seil mit Handfläche und Nadel beschlagen.“ Was es mit der Handfläche auf sich hat, sieht man im Video. Es gibt ein spezielles Hilfsmittel, welches es erlaubt, eine dicke Nadel mit dem Garn mittels der Handfläche durch das dicke Seil hindurch zu stechen. Daher der seltsame Name.

Auch ich habe mit einer Nadel gearbeitet, allerdings nicht mit der richtigen Nadel und ich hatte auch nicht das Hilfsmittel für die Handfläche. Trotzdem habe ich die beiden aneinanderliegenden Tauchstücke durchstochen und damit schon mal gesichert, sodass sie nicht gegeneinander verrutschen können.

Was ich jetzt hier aber gelernt habe, ist eines. Ich könnte nun auch jederzeit meine eigenen Hundeleinen anfertigen. So schwierig ist es nicht. Man muss lediglich entsprechendes Tau, Ringe, Verschlüsse und Segelgarn besorgen, dann ein wenig üben, bis die Technik mit dem Umwickeln sitzt, und es kann losgehen.

Die Leinen von Murphymotion  kann ich auf jeden Fall empfehlen und die Dame, welche sie anfertigt, versteht ihr Handwerk. Wie alles, haben die Leinen ihren Preis und wie jede Leine werden auch sie nicht ewig halten. Das Material wird verschleißen und verschlüsseln können, auch wenn das eigentlich sehr unwahrscheinlich ist, kaputt gehen. In der Herstellung dieser Leinen steckt einiges an Erfahrung und handwerklichem Geschick und anders als Leinen aus industrieller Produktion, kann man diese ganz auf seine eigenen Bedürfnisse anfertigen lassen.

Beziehung ist alles

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Wenn ein Hund dir das Leben schwer macht, dann deshalb, weil du ein Problem mit seinem Dasein als Hund hast, weil du seine Bedürfnisse nach Struktur und Sicherheit nicht erfüllst. Dann kippt die Beziehung. Der Hund ist nicht ungehorsam, weil du blöd bist oder einen schlechten Trainer hast. Der Hund ist ungehorsam, weil er eine schlechte Beziehung zu dir hat.

José Aree in 5/2017 DOGS

Dieses Zitat las ich heute früh und es sprach mich direkt an. Oft habe ich genau dieses Gefühl, ein Hund macht mir das Leben schwer. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich daran liegt, dass ich ein Problem mit „seinem Dasein als Hund“ habe. Das würde ja bedeuten, dass ich dem Hund nicht Zuge stehe, Hund zu sein, sondern ihn in eine andere Rolle stecke, etwa als Mensch oder Kind oder was auch immer. Das ist bei mir nicht der Fall. Davon bin ich überzeugt. Trotzdem scheint etwas zu fehlen in der Beziehung. Das ist vor allem bei Little Amiga der Fall. Ist ihr Leben einfach nur zu langweilig? Ist sie vielleicht nicht ausgelastet? Spaziergänge scheint mir oftmals zu eintönig. Wann immer Ablenkung durch Wild vorhanden ist, und seien es nur Eichelhäher, ist sie völlig aus dem Häuschen. Amiga macht mir das Leben nicht einfach. Ganz sicher ist das aber keine Absicht. Sie kann einfach nicht anders. Manchmal glaube ich, wir reden einander vorbei. Wenn ich mir vorstelle, das ist doch alles ganz anders sein könnte, bin ich schon mal etwas traurig. Das bin ich auch, wenn ich an das Ziehen an der Leine denke, die starken Rucke an ihrem Hals, wenn sie in die Leine rennt oder, was ich wirklich ernsthaft versuche zu vermeiden, wenn ich sie zurückziehe. Insgesamt ist die schon etwas ruhiger geworden. Es gibt wirklich durchaus Spaziergänge oder zumindest Teile davon, wo sie auch mal normal an der Leine gehen kann, ohne dass diese ständig unter Spannung ist oder sie Kreise dreht vor lauter Aufregung. Man macht sich schon immer wieder Gedanken und auch Vorwürfe, dass alles so gekommen ist, dass alles so läuft. Es sind zu viele vertane Chancen.

Das Jahr der Wespen & Bienen

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Wespen gibt es immer, vor allem im Spätsommer. Es ist nichts Besonderes, außer in Jahren mit Wespen-Plagen. Solch ein Jahr haben wir vermutlich nicht, zumindest noch nicht.Trotzdem hatten dieses Jahr alle meine Hunde Kontakt mit Wespen. Und wir hatten Kontakt mit Bienen. Auch die sind nicht ungewöhnlich. Mein Nachbar ist Imker und hat ab und an mal ein Völkchen in der Nähe. Das ist gut wegen der Bestäubung von Obst und Gemüse. Meine Hunde hatten dieses Jahr aber weniger angenehme Begegnungen. Zuerst war es Little Amiga. Ich sah sie nur ganz plötzlich zusammenzucken. Dann ging es. Etwas später humpelte sie ein wenig. Zu Hause schaute ich nach und am Innenschenkel hinten steckte der Stachel einer Biene. Ich entfernte ihn. Die arme Amiga. Sie muss üble Schmerzen gehabt haben, denn sie lag den Rest des Tages nur noch herum. Wenn sie sich bewegen musste, humpelte sie arg.

Dann war Mesty an der Reihe, dieser Tage. Eine Wespe hing ihr am Fuß. Ich schnipste sie weg. Scheinbar war nichts passiert. Sie hatte noch einmal Glück gehabt oder ließ sich nichts anmerken.

Heute beim frühen Spaziergang bei 9°C war dann Floppy das Opfer. Er wollte an einer Stelle seitlich des Weges schnüffeln. Ich ließ ihm Leine. Auf dem Weg auf den Weg machte er mit einem Mal einen riesigen Satz und schaute nach hinten. Eine Wespe saß an seinem Allerwertesten. Ich schnipste sie weg, um ihn von ihr zu befreien. Zu spät. Sie hatte bereits zugestochen.

Auf dem Foto sieht man den kleinen Huppel unter dem Fell seitlich hinten am Oberschenkel. Die Wespe habe ich etwas überdimensioniert ins Foto montiert.

Wenn es dem Herrn Floppy denn mal eine Lehre wäre!!!

Vor der Haustüre habe ich zwei schöne Kosmeen und acht kleine Sonnenblumen stehen. Die blühen und locken natürlich Hummeln und Bienen an – und die sind Herrn Foppy ein Dorn im Auge. Er kann es nicht lassen, obwohl ich ihn x-mal weggeschickt habe, er versucht sie zu kriegen. Das ist keine gute Idee, vor allem nicht, wenn so ein Insekt dann in die Zunge stechen sollte. Wenn er mal eine Hummel bekommt, schnappt er zu und lässt dann ab. Ungefährlich ist das aber nicht.

Da Floppy nicht an die Stelle mit dem Stich der Wespe kommt und es ihm weh tat, dass er immer wieder nach hinten schaute, wer ihm da wohl immer wieder den Schmerz verursachen könnte, schmierte ich zu Hause etwas Fenestil auf die Stelle. Das schien zu helfen.

Regenzeit

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Das sind alles drei Fotos, die während des Laufens entstanden sind. Man sieht es vermutlich an der gewissen Unschärfe im Bild. Wie alle Hundebesitzer und ihre Hunde haben auch wir im Sauerland mit einem ziemlich nassen Sommer zu tun. Die Bilder entstanden diese Woche als wir an einem relativ warmen Nachmittag unsere Runde drehten. Es war 18 °C und ich hatte selbst meine Regenjacke an und für die Hunde die Capes eingesteckt. So recht konnte das Wetter sich nicht entscheiden. Es tröpfelte mal ein wenig und dann war wieder gut. Also ersparte ich den Hunden zunächst ihren Regenschutz. Sie haben es natürlich gerne, wenn sie trocken bleiben. Andererseits aber stört sie das Hurtta Regencape doch ein wenig, denn es sitzt etwas lose und rutscht dadurch immer wieder etwas zur Seite. Little Amiga und Floppy schütteln sich dann öfter als wenn sie nass wären. Also ließ ich sie erst einmal ohne. Und dann nahm der Regen etwas zu und irgendwann waren die beiden richtig nass und dann lohnte es auch nicht mehr die Regencapes noch über zu ziehen. So wirklich glücklich waren die Zwerge aber nicht über das nasse Fell. Mesty hat es da deutlich einfacher. Regen macht ihr fast gar nichts aus. Es muss schon sehr kräftig regnen, dass das Wasser auch am Körper auf die Haut durchdringt. Das Fell ist so dicht, dass kaum etwas durchkommt.

Wir waren dann alle sehr nass, als wir wieder zu Hause ankamen. Da ich nicht das rechte Schuhwerk anhatte, waren meine Schuhe durchweicht. Ich selbst hatte die Hose durchweicht und war bis auf die Unterhose nass. Aber bevor ich daran denken konnte, mich selbst umzuziehen, waren natürlich erst einmal die nassen Hunde an der Reihe. Zum Glück schütteln die sich vor der Haustüre einmal kräftig aus. Mesty lernt es langsam, auch auf Kommando zu schütteln. Das ist sehr nützlich, denn so bleibt schon mal eine Menge Feuchtigkeit vor der Haustüre. Danach nehme ich am liebsten die Mikrofaserhandtücher, da diese am saugkräftigsten sind. Noch ist Sommer, doch dieser Sommer mit seinem vielen Regen gibt schon einen Vorgeschmack auf die nasse Jahreszeit, die sich noch ein wenig Zeit lassen kann, bevor sie die Herrschaft über das Land übernimmt.