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Der Autor der Webseite Terrierman fasst auf seinem Blog die Entstehung des modernen Hundefutters zusammen.

Demnach wurde das erste wurde das erste kommerzielle Hundefutter in England etwa um 1860 eingeführt. James Spratt, ein Elektriker aus Ohio, USA, arbeitete in London und sah, wie schlecht es den Hunden dort ging, wie sie an den Piers warteten, dass ihnen jemand einen schimmligen Hartkeks hinwarf oder Reste von vergammeltem Essen.

In Großbritannien gab es eine alte Sitter aus der Zeit bevor man Essteller nutzte. Demnach nutzten die Menschen dann eine große Brotscheibe, die sie auf ein grobes Holzbrett legten. Nach dem Essen wurden die sonstigen Reste vom Tisch zusammen mit verdorbenen Resten und Gelenkstücken von Knochen samt dieser Brotunterlage den Hunden vorgeworfen.

Nachdem Spratt dieses gesehen hatte, entwickelte er einen Keks in der Form eines Knochen, den er aus Weizen, Gemüse, Rote Beete und Rinderblut herstellte. Seine Hundefutter Firma entwickelte sich sehr gut und um 1890 ging er damit zurück in die USA. Die Firma wurde in den Fünfziger Jahren von General Mills gekauft und ging dann in den Sechzigern an eine Tochterfirma von Purina.

Viele andere Hundefutterhersteller entstanden in der Zeit. Viele bezahlten Tierärzte dafür, dass diese ihr Futter den Hundebesitzern, die in ihre Praxen kamen, empfahlen. Von Anfang an rieten die Hersteller den Hundebesitzern davon ab, anderes Futter als das aus der Schachtel zu verfüttern.

Lange Zeit dominierten drei Firmen in den USA die Herstellung von Hundefutter. In den Zwanziger Jahren wurde dann Dosenfutter eingeführt. Vor allem nach dem ersten Weltkrieg war Pferdefleisch sehr billig, da viele Pferde und Maultiere durch die zunehmende Verbreitung von Automobilen und Lkw überflüssig wurden. In den Dreißiger Jahren stieg die Nachfrage nach Dosenfutter noch einmal deutlich an, so dass 1941 in den USA der Anteil von Dosenfutter am Gesamtmarkt von Hundefutter bei 91% lag.

Während des zweiten Weltkriegs fiel Dosenfutter in der Gunst der Hundebesitzer. Es wurde zudem sehr teuer, Dosen herzustellen, da Blech rationiert war wegen des Krieges. Außerdem gab es keinen Nachschub mehr an nicht mehr gebrauchten Pferden und Maultieren. 1946 war dann wieder Trockenfutter das meist verkaufte Hundefutter und das ist bis heute so geblieben.

Der Autor beschreibt dann noch die Entwicklung von Weichfutter und wie mit dem industriellen Trockenfutter bei Hunden Hautprobleme durch Allergien, die wiederum durch Mais und Weizen sowie Konservierungsmittel und Futterzusätze verursacht sind, zunahmen.

Quelle: A Brief History of Dog Food

In Teilen war die Entwicklung in Deutschland vergleichbar. Siehe dazu auch Seit wann gibt es eigentlich modernes Hundefutter?

Quelle: Eine kurze Geschichte des Hundefutters mit Bezug auf Großbritannien