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Die Autorin des Buches “Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde – Ein praktischer Leitfaden”, Susanne Reinerth, schließt aus dem Aufbau des Magen-Darm-Systems, „dass der Verdauungstrakt des Hundes so konstruiert ist, dass er sich nicht für die Aufnahme größerer Mengen Getreide eignet.“ Der Hund verfügt nach ihren Angaben „nicht über Zähne mit großen Mahlflächen, um Getreidekörner überhaupt in eine vom Körper verwendbare Struktur zu bringen.“ Das bedeutet, die Körner verlassen den Verdauungstrakt des Hundes unverdaut. Wenn der Hund für die Fütterung mit größeren Mengen an Getreide geeignet wäre, dann müsste er Backenzähne mit großen Kauflächen haben, Schneidezähne, die nicht spitz sind sondern breit und oben scharf zum Abrupfen der Nahrung, Speichel mit Enzymen, welche mit der Verdauung von Getreide schon im Mund beginnen könnten, eine erhöhte Speichelproduktion und einen kleineren Magen, dafür aber längere Gedärme. Außerdem müsste der Magen auf den Reiz „Getreide“ reagieren können, um Magensäure zu produzieren. Letzteres passiert beim Hund laut der Autorin nur durch den Reiz „Fleisch.“

In dem Buch beschreibt die Autorin dann, wie man einen Hund in Anlehnung an die Ernährung von Wölfen roh füttert. Sie geht dazu auf die verschiedenen Bestandteile der Nahrung ein, die Proteine, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Anschließend klärt sie über geeignete Fleischsorten auf und Verfahren der Zubereitung und Konservierung. Sinnvollerweise geht sie auch auf mögliche Gefährdungen ein, die in rohem Fleisch lauern können, ein etwa Trichinen, Salmonellen und BSE. Mit Fleisch alleine ist es bei einer Rohfütterung natürlich nicht getan und so erklärt die Autorin dann, was als Ergänzung in Form von Gemüse, Obst, Kräutern und Getreide gefüttert wird. Auch hier geht sie auf die Zubereitung ein. Zum Getreide erläutert sie noch das Für und Wider und mögliche Erkrankungen, die aus der Fütterung von Getreide herrühren können. Ergänzt wird dieses noch durch Milchprodukte, Öle und Fette und Heilkräuter, sowie Samen, Kerne und Nüsse.