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Ganz interessant finde ich, was die Autorin des Buches Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde – Ein praktischer Leitfaden, Susanne Reinerth, zur Ethik der Fleischfütterung zu sagen hat.

Ihrer Meinung nach sollte man sich immer vergegenwärtigen, dass es sich bei dem verfütterten Fleisch, ob roh oder aus der Dose, immer um ein ehemals lebendes Tier handelt und dass dieses zumeist aus der Massentierhaltung stammt und so nicht unter artgerechten, natürlichen Bedingungen gehalten wurde. Es hilft auch nicht zur Rechtfertigung, dass diese Tiere nicht alleine für die Fütterung von Hunden gehalten und geschlachtet wurden. Eines, was Hundebesitzer tun können, so die Autorin, sei es Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung zu kaufen, auch wenn dieses etwas teurer wäre.

Eine vegetarische Ernährung von Hunden ist für sie keine Alternative:

„Einen Hund, in Anbetracht der als grausam zu bewertenden Massentierhaltung, rein vegetarisch zu ernähren, kann keine Lösung des Problems sein. Als genau so tierquälerisch zu bezeichnen, wie eine Fütterung eines Rindes mit Knochenmehl, ist eine vegetarische Fütterung des Hundes, da sein Verdauungstrakt der eines Beutetierfressers ist. So sollte jede Tierart mit der passenden Fütterung bedacht werden. Leider findet man viel zu oft das Gegenteil vor. Selbst Vegetarier füttern ihre Hunde mit Rohfutter, auch wenn für einige von ihnen der Umgang mit rohem Fleisch nicht einfach und oftmals auch mit Ekel verbunden ist, die Gesundheit des Hundes liegt auch ihnen sehr am Herzen. Vegetarismus und Rohfütterung schließen sich also nicht aus. Vegetarier haben die Entscheidung für sich getroffen, kein Fleisch zu sich zu nehmen. Für das ihnen anvertraute Tier, das über einen Organismus verfügt, der auf fleischliche Nahrung ausgelegt und angewiesen ist, kann solch eine Entscheidung allerdings nicht getroffen werden. Hunde brauchen Fleisch!“

Als Ausweg schlägt sie vor, selbst Hühner, Schafe und Kaninchen zu halten, wenn der Platz vorhanden ist, und diese dann zu verfüttern.

Für Vegetarier und erst für Veganer ist die Fütterung von Hunden ein sehr sensibles Thema. Man findet viele verschiedene Meinungen. Gerade wenn es darum geht, auch Hunde vegan zu ernähren, bin ich schon häufiger auf Aussagen gestoßen, die mir sehr stark ideologisch gefärbt schienen nach dem Motto, was nicht sein kann, darf nicht sein.