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Yoschi liebt alles, was quietscht, auch diese blöden Vinyl Knochen. Wir hatten da schon mal diesen Zwischenfall als ich selbst nicht ausreichend aufgepasst habe. Yoschi hatte dann versucht, der Sache mit dem Quietscher auf den Grund zu gehen und den Knochen zerkaut und die Stücke geschluckt. Vinyl ist dabei wirklich gefährlich, denn durch die Verdauungssäfte wird es sehr hart und dann wird die Sache gefährlich. Es entstehen dann Spitzen und Kanten, die zu inneren Verletzungen führen können oder ein Teil kann sich im Verdauungstrakt verkanten und muss operativ herausgeholt werden. Als Yoschi Teile vom Vinyl Knochen gefressen hatte, war ich beim Tierarzt. Der gab ihm eine Spritze, durch welche er sich übergeben musste. Das meiste kam heraus. Zur Sicherheit gab es dann noch Sauerkraut (mit Katzenfutter für den guten Geschmack). Das wickelt sich dann im Darm um härtere Stücke und hilft so, sie durch den Darm nach draußen rutschen zu lassen. Mir war das eine Leere. Trotzdem handelte ich am Donnerstag nicht richtig.

Am Donnerstag brachte meine Mutter vom Einkauf wieder so ein Ding mit. Nach dem letzten Zwischenfall wollte ich so etwas nicht mehr im Haus wissen. Es verschwand erst einmal im Schrank. Yoschi hatte es aber schon gesehen und saß dann vor dem Schrank. Meine Mutter spielte eine Weile mit ihm und nahm es ihm dann wieder ab. Später am Nachmittag kam ich in die Diele in der Wohnung meiner Eltern und sah Yoschi mit dem Ding. Mein Vater stand dabei. Er hatte es ihm gegeben, weil er ihm gut wollte. Ich sagte zu ihm, er müsse gut aufpassen, dass er das Ding nicht zerkaue. Er dürfe ihn nicht aus den Augen lassen. Es kam wie es kommen musste. Er passte nicht auf und redete statt dessen über den Zaun mit dem Nachbern. Ich war an einer anderen Stelle im Garten. Als ich zu meinem Vater rief, bellte Little Amiga und er konnte mich nicht verstehen. Nach mehreren Versuchen, ihn zu erinnern, dass er aufpasst, gab ich auf. Er rief nur, Yoschi sitze bei dem Knochen.

Nach dem Abendbrot fragte meine Mutter noch mal nach wegen dem Knochen und wir erfuhren, dass Yoschi etwas herausgebissen hatte. So lad das Ding nun im Schrank. Was tun? Ich rief den Tierarzt an. Sein Frau nahm das Gespräch an. Er sei unterwegs, ich solle noch mal zurückrufen nach zehn Minuten. Das tat ich dann. Sie sagte mir dann, ich solle in 15 – 20 Minuten bei der Praxis sein. Dann würde ihr Mann hereinschauen. Das tat er dann auch. Also bekam Yoschi wieder eine von den unangenehmen Spritzen und musste sich auch kurz darauf übergeben. Reis und Fleisch von seinem Essen von 16:00 Uhr waren da und etwas Kohl vom Mittag, jedoch keine blauen Vinyl Stücke. Der Tierarzt spritzte noch einmal nach. Es geschah aber nichts. Draußen im Auto wartete ich noch etwas. Aus Erfahrung vom letzten Mal wusste ich, es könnte noch etwas kommen. Als ich ihn würgen hörte, holte ich ihn raus und er spuckte noch einmal etwas. Wieder war nichts dabei. Auf dem Rückweg musste er sich nochmals übergeben. Ich hielt an und er konnte sich übergeben außerhalb des Autos, wieder nichts.

Also bekam er zu Hause Sauerkraut mit etwas Leber. Das nahm er auch. Er hatte auch ordentlich Durst. Eine viertel Stunde später kam ihm das dann alles wieder hoch. Ehe ich hinzueilen konnte, hatte Little Amiga das Erbrochene dann aber fix alles in sich hinein geschlungen. Soweit ich sehen konnte, war es nur Sauerkraut mit Leber. Es hätte noch gefehlt, wenn sie das Vinyl nun verschluckt hätte.

So musste Yoschi am kommenden Morgen nochmals Sauerkraut fressen.

Bei Spielzeugen für Hunde steht immer dabei, dass man den Hund nicht unbeaufsichtigt damit lassen soll. Wenn es um Spielzeug aus Vinyl geht, kann ich nur generell vom Kauf abraten. Das ist die sicherste Lösung und erspart viel unnötigen Ärger.