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Hundegröße und langes Leben: Warum größer nicht unbedingt besser ist –
Dog Size and Long Life: Bigger Isn’t Better | Cesar Millan
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Auf der Homepage von Cesar Millan fand ich einen Artikel, in welchem es um die Kopplung von Lebenserwartung und Körpergröße bei Hunden geht.

Jeder weiß aus Erfahrung, dass kleine Hunderassen eine deutlich höhere Lebenserwartung haben als große Hunderassen. Das wurde nun wissenschaftlich untersucht. Kleinere Größe muss bei anderen Säugetieren nicht unbedingt eine längere Lebenserwartung bedeuten, wie beispielsweise Hamster (drei Jahre Lebenserwartung), zahme Ratten (zwei Jahre Lebenserwartung) oder Rennmäuse (vier Jahre Lebenserwartung) zeigen. Auch Schimpansen, die deutlich kleiner sind als wir Menschen, haben mit durchschnittlich 45 Jahren eine deutlich kürzere Lebenserwartung als der Mensch mit 70 Jahren. Elefanten, die nun deutlich größer sind als wir Menschen, haben jedoch keine längere Lebenserwartung als wir. Andererseits aber leben Buckelkopfwale, die bis zu 65 t schwer werden und knapp 20 m lang, bis zu 200 Jahren. Demnach müsste also eine große Dogge deutlich länger leben als ein Chihuahua. Doch das trifft so nicht zu. Letztere können bis zu 18 Jahren leben, Doggen im Schnitt allerdings nur sechs bis acht Jahre.

Wie sich herausstellt, Leben im allgemeinen größere Säugetiere länger als kleinere Arten. Innerhalb einer Art ist dieses Verhältnis jedoch umgekehrt. Und bei Hunden scheint dieser Effekt besonders ausgeprägt.

Wissenschaftler haben nun versucht herauszufinden, wodurch dieses bedingt ist. In einer Studie der Universität Göttingen wurden die Daten bezüglich des Sterbealters von mehr als 56.000 Hunden aus 74 verschiedenen Rassen gesammelt und analysiert. Man fand heraus, dass mit jeder Zunahme des Körpergewichtes um 2 kg die Lebenserwartung des Hundes um einen Monat abnahm. Nun gilt es herauszufinden, warum größere Hunde eine kürzere Lebenserwartung haben. In der Hauptsache scheint für die verkürzte Lebenserwartung großer Hunde vor allem eine erhöhte Alterungsrate verantwortlich. Das zumindest lassen statistische Auswertungen schließen.

Die Wissenschaft nimmt an, dass es für die schnellere Alterung verschiedene Ursachen gibt:

  • Bei kleineren Hunden setzen altersbedingte Krankheiten später ein.
  • Bei größeren Hunden sind unnormale Gewebewucherungen, wie etwa bei einem Tumor, häufiger. Möglicherweise führt die Zucht auf größere Größe zu einer schnelleren Zellteilung?
  • Schnelles Wachstum könnte zu mir Entwicklungsstörungen führen.
  • Bei größeren Hunderassen ist über deren Gesamtpopulation eine größere Heterogenität zu beobachten als bei kleineren Hunderassen. Möglicherweise sind so bei den kleineren Hunderassen die weniger robusten Individuen schon aus gelesen worden?

Möglicherweise spielen auch mehrere dieser Faktoren ineinander, wenn es um Zucht nach möglichst großer Größe geht.

Zusätzliche Informationen fand ich über einen Link um Artikel – Body Size and Life Span, or Big Dogs Die Soon(er)

Dort ist dann auch angegeben, woher die Informationen zur Studie über die Lebenserwartung von Hunden in Abhängigkeit von der Körpergröße kommen:

Kraus, C., Pavard, S., & Promislow, D. (2013). The Size–Life Span Trade-Off Decomposed: Why Large Dogs Die Young The American Naturalist, 181 (4) DOI: 10.1086/669665