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Über den Feiertag war ich zu Besuch bei einem Freund in Köln. Alle, mein Freund, seine Frau und die beiden Töchter, hatten sich schon auf unseren Besuch gefreut. Es war das erste Mal, dass auch Floppy mit dabei war. Mein letzter Besuch bei dem Freund liegt schon länger zurück. Es war der Tag, an welchem ich Floppy in Köln übernahm, also Anfang Dezember 2012. Damals war der Freund mit einer Tochter bei der Übergabe dabei.

Nachdem wir angekommen waren, durften sich die Hunde erst einmal erleichtern. Alle taten das auch, bis auf Little Amiga, die wegen der vielen Kaninchen total aus dem Häuschen war.

Im Haus de Freundes war zunächst alles gut. Nach ein paar Minuten kläffte Floppy die Frau meines Freundes an mit leicht gesträubten Nackenhaaren. Sie hat ein wenig Angst vor Hunden und das merkte er. Als er zu bellen begann und auf sie zu ging, fing sie an zu schreien und das machte alles nur noch schlimmer. 

ich versuchte zu erklären, dass es besser sei, ruhig zu bleiben und Floppy am besten zu ignorieren.

Danach kehrte Ruhe ein, vorerst. Während wir mit Floppy beschäftigt waren, hatte Little Amiga auf dem Esszimmerteppich einen unappetitlichen, schmierigen Haufen hinterlassen. Es stank fürchterlich. Die Gastgeberin war begeistert!

Im Laufe des Tages kam es mit Floppy leider immer wieder zu kleineren Zwischenfällen. Die Frau meines Freundes machte noch zwei Mal den gleichen Fehler und kam sehr vorsichtig (und für Floppy scheinbar verdächtig aussehend) in das Wohn-Esszimmer, wo wir uns aufhielten. Jedes Mal war es das gleiche Muster. Er bemerkte sie, begann zu kläffen und rannte zu ihr hin, sie begann zu schreien und er wurde dann noch lauter und kam ihr noch näher. Einmal schlossen sich dann auch Little Amiga und Yoschi an, die aber nicht wussten, was Sache war.

Zwei oder drei Mal bellte Floppy leider auch ganz unvermittelt eine der Töchter an, die dann natürlich erschrak und Angst bekam. Dummerweise konnte ich nie richtig dazwischen gehen und Floppy zur Ordnung rufen. Abrufen ließ er sich nicht. Nur einmal war er so nahe, dass ich meine Kappe nach ihm werfen konnte, wodurch er sich erschreckte und abließ.

Mir war das alles sehr unangenehm. Sicherlich waren Floppys Aktionen durch das Verhalten der Menschen ausgelöst. Akzeptabel ist dieses Verhalten jedoch in keiner Weise, egal wer es auslöst. Ein Hund hat ruhig zu sein und die Menschen in Ruhe zu lassen, solange er nicht bedroht wird.

Es waren immer nur Zwischenfälle und die meiste Zeit verhielt er sich ganz normal. Im Nachhinein denke ich, habe ich vermutlich nicht richtig gehandelt, ihm überhaupt die Möglichkeit zu geben, sich so zu verhalten.

Beim nächsten Besuch sollte ich ihn vielleicht die ganze Zeit an der Leine halten. Das ist nervig, doch gibt einmal mir die Möglichkeit, zu reagieren und Floppy zu kontrollieren und schützt außerdem die Gastgeber vor Floppys für sie unberechenbarem Verhalten.