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Auch wenn an anderer Stelle am Beispiel von Golden Retrievern festgestellt wurde, dass eine frühe Kastration durchaus auch zu Gesundheitsproblemen führen kann, so scheint doch generell eine Kastration zu einer Steigerung der Lebenserwartung von Hunden zu führen.

Dr. Kate Creevy von der University of Georgia (rechts im Bild) untersuchte die Auswirkung von Nachwuchs auf die Lebenserwartung von männlichen und weiblichen Hunden an einer Stichprobe von 40.139 Sterbedaten von Hunden verschiedener Rassen und beider Geschlechter. Es zeigte sich in der Auswertung dieser Daten, dass das durchschnittliche Sterbealter von intakten, also nicht kastrierten oder sterilisierten Hunden bei 7,9 Jahren lag, das von sterilisierten Hunden jedoch bei 9,4 Jahren.

Untersuchungen zu den Folgen von Reproduktion auf Lebenserwartung bestätigen diesen Trend auch über andere Arten hinweg.

Zum ersten Mal konnten im Rahmen der Studie von Dr. Creevy jedoch auch die unterschiedlichen Todesursachen für die beiden Gruppen ermittelt werden. Es zeigte sich, dass intakte Hunde eher an Infektionskrankheiten und Traumata starben, während kastrierte Hunde eher in Folge von Krebs oder Autoimmunerkrankungen verstarben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass nicht kastrierte Hunde nicht an Krebs sterben, bei kastrierten ist lediglich die Wahrscheinlichkeit, daran zu sterben höher (wohl auch weil sie eben älter werden und dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko haben).

Was die ermittelten Sterbealter angeht, so sollte man noch beachten, dass die Hunde, von denen diese Sterbedaten ermittelt wurden, nicht vergleichbar mit der Gesamtpopulation aller Hunde ist. Diese Daten beziehen sich auf Hunde, die als Krankheitsfälle in einer Lehr-Veterinärklinik vorgestellt wurden. Von daher sollte die Lebenserwartung von intakten und sterilisierte Hunde deutlich höher liegen. Der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen beiden Gruppen gilt jedoch auch dort.

Quelle: UGA research finds sterilized dogs live longer (17. April 2013)

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