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Dass die ersten Hunde mit Menschen aus Asien auf den amerikanischen Kontinent kamen, war schon lange bekannt. Es gab also schon vor Christoph Kolumbus Hunde in Nord- und Südamerika. Bis vor kurzem dachte man jedoch, dass die von den europäischen Siedlern mitgebrachten Hund sich mit den aus Asien stammenden Hunden vermischt hätten, so dass bis heute das asiatische Erbgut überall verdrängt hätten.

Neuere Untersuchungen einer Forschergruppe, die im Juli 2013 in Proceedings fo the Royal Society veröffentlicht wurden, zeigen jedoch ein anderes Bild.

Für die Untersuchung verglich man die mitochondriale DNA von Inuit, Eskimo und Grönland Hunden, Alaska Malamuten, Chihuahuas, Xoloitzcuintli and Nackthunden aus Peru mit denen von europäischen und asiatischen Hunden sowie bereits veröffentlichen Gensequenzen von Hunden aus der Zeit vor Kolumbus.

Chihuahua

Bild: CC BY, Jamie McCaffrey

Dabei war bei allen den oben genannten Rassen mit Ausnahme des Alaska Malamuten, bei welchem die Ergebnisse nicht eindeutig waren, ein Ursprung in der Zeit vor Kolumbus nachweisbar. In den arktischen Rassen  der Inuit, Eskimo und Grönland Hunde war kein europäischer Einfluss erkennbar. Bei nord- und südamerikanischen Rassen war eine geringe Verdrängung durch europäische Hunde erkennbar. Auch beim Chihuahua konnte durch den Vergleich mexikanischer Rassen mit Proben aus der Zeit vor Kolumbus eine genetische Kontinuität über die Jahrhunderte festgestellt werden. Man fand auch einzelne Regionen, in welchen sich ein hoher Anteil von Hunden mit asiatischem Ursprung erhalten haben. Nachgewiesen werden konnte erstmals auch das der Carolina Hund, eine Population von frei umherlaufenden Hunden in den USA, asiatischen Ursprungs sind.

Quelle: Pre-Columbian origins of Native American dog breeds, with only limited replacement by European dogs, confirmed by mtDNA analysis