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Es ist schon gut zwei Jahre, dass Yoschi sich mit Schmerzen im Rechten Ellenbogen herumplagt. Mal ist es mehr und mal weniger, doch immer wieder da. So sieht man ihn beim Spaziergang oft ganz leicht humpeln. Abends, wenn er eine Weile gelegen hat, scheint es besonders zu schmerzen, denn dann erhebt er sich und schont das rechte Vorderbein stärker als sonst. Manchmal scheint es ihn auch morgens zu schmerzen. Dann kommt er nicht einmal herunter, wenn wir aus dem Haus wollen. Sind wir dann ein Stück gelaufen, geht es meist. 

Zum Glück hat er sich mittlerweile abgewöhnt, wie ein Idiot die Treffe ins Erdgeschoss hinterzudonnern. Das belastet die Vorderbeine gerade besonders. Wenn es klingelt oder die anderen in entsprechender Stimmung heruntereilen, dann ist das auch für ihn immer ein Grund gewesen in gleichem Tempo hinunterzustürmen. Vielleicht ist es so manchmal gut, dass Little Amiga ihn an der Treppe immer bremst, indem sie ihn blockiert. Zwar tut sie das nicht, um ihm zu helfen, sondern um ihn zu kontrollieren, doch es hilft dem Ellenbogen. Leider ist es aber auch Little Amiga, die schon einige Male dafür sorgte, dass Yoschi übel im Garten gestürzt ist, wenn sie ihn anrempelt während er sein Spielzeug jagt. Das ist dann leider gar nicht gut. Einmal zog er sich dabei ganz heftig einen am rechten Vorderbein und humpelte anschließend eine Weile übelst.

Am Freitag waren wir beim Tierarzt wegen Floppy, aber auch wegen Yoschi und seinem Ellenbogenproblem. Unser Tierarzt tastete das Gelenk noch einmal ab und drückte hier und da und verglich auch mit dem linken Ellenbogengelenk. Es schien ihm, dass der Schmerzpunkt sich vom Gelenk selbst zum Ansatz des Bandes unterhalb des Gelenkes verlagert hat. Schwerzen dieser Art können von verschiedenen Ursachen herrühren, Knochensplitter von Verletzungen, abgerissene Bänder und im schlimmsten Fall Tumoren in den Knochen. Also entschlossen wir uns, eine Röntgenaufnahme anzufertigen. Yoschi bekam einen Maulkorb um und sein Geschirr ab, Tierarzt und Frau des Tierarztes legten ihre Bleikittel um, die Platte mit dem Röntenfilm wurde eingelegt und ich verließ wegen der Strahlen den Raum. Was war Yoschi froh, als ich wieder hinein kam und er zu mir konnte, den Maulkorb los wurde und in Abstand zum Tierarzt kam. Danach war erst mal Floppy dran wegen seines Erbrechens. Da der Film etwa eine viertel Stunde Entwicklungszeit braucht, gingen wir anschließend noch einmal an die frische Luft und eine Katze kam an die Reihe.

Wieder drinnen im Behandlungszimmer, schauten wir uns das Röntgenbild gemeinsam an. Es waren keine Auffälligkeiten zu entdecken, wie wir glücklicherweise feststellen konnten. Vermutlich ist das Ellenbogengelenk und der Bereich darunter etwas empfindlicher und dauerhaft gereizt. Wenn es sich dann gibt, wird Yoschi wieder etwas unvorsichtiger und BAU zieht er sich wieder etwas und wieder hat er Schmerzen, wieder ist alles gereizt und entzündet. Leider kann man kaum auf ihn einwirken, vor allem in einem Haushalt mit mehreren Hunden. Ich kann nur sehen, dass ihn Little Amiga nicht zu sehr angeht. Auch Floppy setzt ihm immer mal wieder zu, wenn er hinausrennt oder im Garten sein Spielzeug jagt. Das ist aber harmloser. Insgesamt gefällt mir dieses Verhalten der beiden Junghunde gegenüber Yoschi ohnehin gar nicht und ich arbeite daran, doch es ist schwierig, schnell genug dazwischen zu kommen. Beim Spielen versuche ich immer die anderen abzulenken, dass Yoschi sein Spielzeug ungehindert jagen kann. Da werde ich jetzt noch mal mehr drauf achten, dass ich die Zahl der Zwischenfälle nicht noch durch mein Zutun vermehre.

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