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Wie mittlerweile allgemein anerkannt, gehen alle Tiere, Pflanzen und Pilze auf der Erde auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück, der vor etwa 1,6 Milliarden Jahren lebte. Jede Linie, die sich von diesem Vorfahren abspaltete, trägt auch heute noch einen Teil dessen ursprünglichen Erbgutes mit sich herum und folgt dabei einem evolutionären Grundprinzip: was nicht defekt ist, muss nicht repariert werden. Je näher in der Vergangenheit der letzte gemeinsame Vorfahre liegt, umso größer ist die Übereinstimmung im Erbgut, umso enger die genetische Verwandtschaft. Von daher ist klar, dass wir mit einem Schimpansen 90 % gemeinsam haben und mit der Bäcker Hefe gerade einmal 18 %. Bei der Honigbiene sind es immerhin schon 44 % und beim Zebra Fisch sogar schon 73 %. Beim Hund (canis familiaris) sind es ganze 84 %, die wir gemeinsam haben. Kühe teilen erstaunlicherweise 85% mit uns und Mäuse 89%. 

Von Hunden sind gegenwärtig etwa 350 verschiedene genetische Defekte bekannt. Bei einer Übereinstimmung von 84 % des genetischen Materials wundert es also nicht, dass viele dieser denen, die man bei Menschen findet, ähneln. Außerdem finden sich von den 10 häufigsten Gesundheitsstörungen bei reinrassigen Hunden einige, die auch Menschen treffen können, darunter Krebs, Epilepsie, Herzkrankheiten, Allergien, Netzhauterkrankungen und Katarakte. 

Der letzte gemeinsame Vorfahre von Hund und Mensch lebte vor rund 95 Millionen Jahren, in der Zeit vor der Abspaltung von Primaten und Carnivoren.

Quellen: Human, Dog Genomes Similar, Study Finds (National Geographic News, September 25, 2003)

Genes Are Us. And Them. (National Geographic Magazine, September 2013)

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