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Dass Hunde sich positiv auf uns Menschen auswirken, ist schon lange bekannt. In Gegenwart eines Hundes sinkt der Blutdruck und wird das Glückshormons Serotonin ausgeschüttet. Auch beim Hund wird ein Hormon ausgeschüttet, Oxytocin. Menschen tun Hunde gut und auch Hunde können ohne Menschen nicht gut leben. In den 15.000 Jahren gemeinsamen Lebens und einer gemeinsamen Evolution scheint es bei Hunden eine entsprechende genetische Anpassung gegeben zu haben.

Die beruhigende Wirkung macht man sich beispielsweise bei Therapiehunden in Schulen zu Nutze.

Hunde können jedoch noch viel mehr als uns zu beruhigen und glücklich zu machen. Sie sind darüber hinaus in der Lage, verschiedene Krebsformen über die Atemluft zu erkennen. Das ist eine Fähigkeit, welche Menschen gerne über Maschinen imitieren würden. Deshalb werden diese Fähigkeiten wissenschaftlich untersucht. Neben dem Erschnüffeln von Krebs, können Hunde auch Diabetiker vor Unterzuckerung warnen und Epileptiker vor Anfällen.

Die Wissenschaft ist nicht in allen Fällen eins, ob die Hunde tatsächlich etwas sehen oder riechen. Nur für Teilbereiche ist der wissenschaftliche Nachweis erbracht worden, und selbst hier bleiben viele Ärzte skeptisch.

Nach bisherigen Studien sind allerdings Hunde in vielen Fällen, in denen es um unterschiedliche Krebsformen geht, um ein Vielfaches genauere “Messinstumente” als etwa eine Blutprobe um den Krebs anzuzeigen.

Nose of a dog

Ein Erklärungsversuch, warum Hunde überhaupt so gut wahrnehmen, wie es uns geht, liefert die Zoologin Feddersen-Petersen.

Während Menschen über vier bis sechs Quadratzentimeter Riechschleimhaut verfügen, hat etwa ein Schäferhund 180 Quadratzentimeter, mit denen er kleinste Nuancen unterscheiden kann. Zudem nimmt der für das Riechen zuständige Bereich ein Zehntel seines Gehirns ein, während es bei uns nur ein Prozent ist.

Das sind eindrucksvolle Zahlen. In einem Buch von Stanley Coren dem US Professor, der sich intensiv mit Hunde auseinandersetzt, wird noch erläutert, dass Hunde eine Witterung nicht mit dem nächsten Atemzug ausatmen, sondern bei Bedarf in der Lage sind, die Geruchsmoleküle noch einmal über die Riechschleimhaut zu schicken, um noch mehr Informationen aus einer Witterung herauszuholen. Menschen haben lediglich etwa 5 Mio. Riechzellen. Ein Hund hat dagegen 200 Mio. Sinneszellen in der Nase. Damit ist der Geruchssinn etwa 10.000-100.000 mal stärker ausgeprägt als beim Menschen.

Der Artikel in der Zeit bringt noch eine Reihe von Beispielen von verschiedenen betroffenen Menschen und ihren Hunden, und zitiert auch eine Reihe von Studien. Dafür gibt es eine Lesemempfehlung.

Quellen: Für viele ist ein Hund die beste Medizin, Zeit, 24.09.2013

Dogs Can Be an Early Warning System for Diabetics, 05.09.2013 von Stanley Coren, Ph.D., in Psychologie Today, Canine Corner