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Dank der Autorin von Um die Pfote gewickelt wurde ich auf ein jüngeres Gerichtsurteil aufmerksam gemacht, welches das, was ich im Folgenden beschreibe, doch ein wenig relativiert. In dem Urteil des Bundesgerichtshofes wird festgestellt, dass Hunde und Katzen in Mietwohnungen nicht generell verboten werden dürfen. Ganz so drastisch, wie ich es im Folgenden beschreibe ist es  nun dann doch nicht. Zwar ist es durchaus möglich, Tierhaltung in Mietwohnungen zu verbieten. Es ist hier aber eine Interessenabwägung vorzunehmen.

Im deutschen Recht gibt es zum Leid vieler Hundehalter für Vermieter die Möglichkeit, eine Hundehaltung generell zu verbieten. Das widerspricht, wie das Bundesverfassungsgericht schon 1980 entschied, nicht einmal dem Grundrecht auf freie persönliche Entfaltung (siehe Urteil gegen Hundehaltung in der Mietwohnung verstößt nicht gegen Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 21.02.1980[Aktenzeichen: 1 BvR 126/80]))

Maggi in the living room

Foto: Jordon Cooper; Flickr; CC BY-NC-SA 2.0

Wie sieht es nun aber aus, wenn ich als Hundehalter samt meinem Hund eine Person regelmäßig und auch über einen mehrere Stunden dauernden Zeitraum besuche, in deren Mietvertrag eine Hundehaltung verboten ist? In der Praxis könnte das der Besuch bei der pflegebedürftigen Großmutter sein, der man an drei Tagen über jeweils zwei oder drei Stunden im Haushalt Unterstützung gibt, wobei man den eigenen Hund mitnimmt, da man ihn einmal nicht so lange alleine lassen möchte und Oma sich über den Hundebesuch auch noch freut.

Hat der Vermieter ein Recht, dieses zu verbieten?

Leider hat der Vermieter genau dieses Recht. Sicherlich kann er den gelegentlichen kurzzeitigen Besuch nicht verbieten, doch in Fällen wie dem oben geschilderten, hat man keine Möglichkeit, Einspruch zu erheben und muss sich fügen.

Im Angesicht des oben aufgeführten neueren Urteils des BGH von 2013 relativiert sich dann auch die Möglichkeit von Vermietern, regelmäßigen Hundebesuch einzuschränken. Es wird aber auch hier auf den Einzelfall ankommen und die Sensibilität des Hundehalters, mit welcher dieser Konflikten vorbeugt.