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Meine Jackie ist 15 Jahre alt und seit vielen Monaten schon leidet sie unter dem Grauen Star. Ihr Sehkraft geht dadurch beständig zurück. Viele Hunde gewöhnen sich in so einem graduellen Prozess recht gut an die zunehmende Blindheit. Jackie scheint dieses nicht so gut zu gelingen, höre ich von zu Hause. Die Beobachtung hatte ich teilweise schon gemacht, bevor ich jetzt wieder ins Krankenhaus musste. Zwar hatte schon noch eine grobe Peilung, wo es hin ging, doch dann konnte sie die offene Tür nicht erkennen und verlief sich stattdessen neben der Tür. Danach drehte sie eine neue Runde in den Garten, versuchte sich neu zu orientieren und lief dann noch einmal zur Türe. Irgendwann schaffte sie es dann. Auch im Haus geht es ihr nicht besser. Zwar findet sie meist den Weg, doch schon mal verliert sie die Orientierung und steht dann vor einer Wand oder in einer Ecke.

Und so lebt sie in ihrer kleinen abgeschotteten Welt. Das Gehör ist ebenfalls nicht mehr gut. Einzig der Geruchssinn dürfte noch voll und ganz funktionieren. Am glücklichsten ist sie, wenn sie ihr Futter bekommt und abends mit meiner Mutter ins Bett darf. Tagsüber läuft sie meiner Mutter hinterher. Sie ist ihr Dreh- und Angelpunkt. Ist meine Mutter im Keller oder nicht zu Hause, läuft sie viel umher und sucht nach ihr. Irgendwann legt sie sich dann erschöpft in einen Korb und schläft tief und fest. Vieles um sich herum bemerkt sie dann nicht einmal, so tief schläft sie. Natürlich ist auch ihr schwächeres Gehör mit verantwortlich, dass sie nicht mehr wie früher beim kleinsten Geräusch aufwacht.

Insgesamt fühlt sie sich schon wohl, würde ich sagen. Schade nur, dass ihr das Erblinden mehr Probleme bereitet als vielen anderen Hunden.