In Rumänien geht es den unzähligen Straßenhunden seit einem Zwischenfall mit einem vierjährigen Kind und dem nachfolgenden Gesetz an den Kragen. Anders als bei uns ist man in Rumänien noch lange nicht so weit, als Hundebesitzer über die Kastration des eigenen Hundes nachzudenken. Gibt es Nachwuchs werden die Welpen einfach ausgesetzt. Und auch auf der Straße vermehren sich die Hunde ungehindert. Seit dem Gesetz vom 10. September dürfen die Straßenhunde nun wahllos getötet werden. Wie das geschieht, ist völlig unterschiedlich. Teils werden die Tiere eingefangen und in Tötungen oder Tierheimen für eine befristete Zeit verwahrt, bis sie dann getötet werden. Oftmals werden sie erschlagen, überfahren oder sogar verbrannt. Die Straßenhunde haben keinerlei Rechte mehr.

ben im Müll: In Rumänien fehlt eine Lösung, wie mit den vielen Tieren auf den Straßen umgegangen werden soll, sagt die Tierärztin. "Bislang wurde das ganze Thema Straßenhunde auf die Tierschutzvereine abgewälzt.", Spiegel Online

Gegen diese Welle der Gewalt gegenüber den Straßenhunden in Rumänien stemmt sich eine deutsche Tierärztin. Es ist bekannt, dass Reviere, in denen die Straßenhunde “beseitigt” wurden, nur wieder Platz bieten für neue Straßenhunde. Deswegen ist der beste Ansatz, die Straßenhunde zu kastrieren und wieder in ihre Reviere zurück zu lassen. Außerdem muss man durch Aufklärung sehen, dass man die Hundebesitzer in der Bevölkerung dazu bringt, ihre Hunde ebenfalls kastrieren zu lassen. Die deutsche Tierärztin Nina Schöllhorn geht genau diesen Weg. Sie verfolgt damit konsequent ihre Ideale, die sie überhaupt dazu brachten, Tierärztin zu werden. Die von ihr kastrierten Hunde, bereits mehrere tausend, werden mit einer gut sichtbaren Ohrenmarke versehen. Damit sind sie auch für die Tierfänger leicht als kastriert und damit harmlos zu erkennen.

Sicherlich ist diese kleine Aktion nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch es ist nicht vergeblich. Jeder gerettete Hund zählt und die Erfolge in den Kommunen, mit welchen die Tierärztin zusammen arbeitet, können anderen Kommunen einen besseren Weg aufzeigen, das Problem der Straßenhunde dauerhaft in den Griff zu bekommen. Für mich sind deshalb Aktionen wie die der deutschen Tierärztin Nina Schöllhorn absolut unterstützenswert.

Quelle: Hundeplage in Rumänien: “Massentötungen werden das Problem nicht lösen”; Spiegel-Online

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