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Früher war es normal, wenn der Familiendackel hinten auf der Ablage über den Rücksitzen während der Autofahrten thronte. Niemand machte sich großartig Gedanken um die Sicherheit sowohl des Hundes als auch der Menschen im Auto.

Es gibt auch heute keine spezielle Sicherungspflicht für Hunde als solche im Auto. Allerdings gibt es eine Sicherungspflicht für Ladung und als solche werden Hunde vom Gesetz in diesem Fall betrachtet. Aus diesem Grund dürfen Hunde dann eben doch nicht einfach so mitgeführt werden, sondern sind zu sichern. Wer mit ungesichertem Hund erwischt wird, zahlt ein Bußgeld in Höhe von 35 – 50 €.

Zur Sicherung eines Hundes gibt es verschiedene Möglichkeiten, vom Sicherungsgurt, der in der normalen Schließe des Gurtes befestigt wird, bis zu Gitterboxen für den Kofferraum von Kombis. Außerdem gibt es verschiedene Abtrennungsmöglichkeiten für den Kofferraum vom Passagierteil. Das sind einmal fest montierte Gitter vom Wagenboden bis zur Decke und dann Klemmgitter entweder vom Boden bis zur Decke oder nur für von über der Rückenlehne bis zur Decke.

Um zu verstehen, welche Kräfte im Spiel sind, wenn ein Hund bei einer Bremsung nach vorne geschleudert wird, folgende Zahlen:

„Ein nicht gesicherter 4,5 Kilo schwerer Hund prallt bei einem Crash bei 50 km/h mit einer Wucht von 136 Kilo auf, bei einem 36 Kilo schweren Hund entspricht die Wucht ungefähr 1088 Kilogramm“

wird eine Sprecherin des Amerikanischen AAA (vergleichbar ADAC) zitiert. Die bei einem Aufprall entwickelte Wucht, mit der ein Hund nach vorne Geschleudert wird, ist nicht nur für den Hund lebensgefährlich, sondern auch für die Menschen im Auto.

Hundesicherung im Crashtest, focus.de

Foto: Focus.de

In den USA wurden nun die verschiedenen Sicherungsmöglichkeiten für Hunde im Pkw vom amerikanischen „Center for Pet Safety“ (Zentrum für Haustier-Sicherheit) in Kooperation mit Subaru getestet. Man testete mit Dummies für drei verschiedenen Gewichtsklassen für Hunde: Terrier, Border-Collie und Golden Retriever. Die Ergebnisse waren katastrophal. Nur einer von sieben getesteten System fiel nicht durch, und das, obwohl die Hersteller der Sicherungssysteme behaupteten, ihre Produkte im Crashtest getestet zu haben. Vom „Center for Pet Safety“ wird das nach diesen Ergebnissen angezweifelt.

Trenngitter Smart

Foto: eigenes

Auch ich habe meine Hunde lange ohne Sicherung im Auto befördert. Sie saßen auf der Rückbank. Bis nach Finnland war ich so unterwegs. Irgendwann war mir aber klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Für mich kam dann nur eine wirklich sichere Lösung in Frage, ein Trenngitter, fest montiert, welches den Kofferraum vom Passagierraum abtrennt. Das hatte noch einen Pluspunkt – der Dreck und die Haare blieben ab sofort auch hinten.

Quellen: Gurte für Wauwaus oft wirkungslosCrash-Test: Wenn Hunde zu tödlichen Geschossen werden; Focus.de

Der Hund als Beifahrer; partner-hund.de