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Den Kampf gegen Zecken, die kleinen blutsaugenden Plagegeister kennt jeder Hundebesitzer. Am besten ist, die Zecken setzen sich gar nicht erst auf dem Hund fest, was heute durch Repellents gut erreicht werden kann. Meist befallen Zecken Hunde dann, wenn man noch keinen Schutz auf die Haut gegeben hat, die Saison aber schon begonnen hat.

In der Vergangenheit habe ich alle möglichen Methoden genutzt, um die Parasiten so gut wie möglich entfernt zu bekommen. Sind Zecken sehr vollgesogen und weitestgehend “satt”, lassen sie sich meist ohne Schwierigkeiten zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und herausdrehen. 

Egal wie man verfährt, wichtig ist, dass man die Zecke nicht drückt, wodurch sie über ihre Mundwerkzeuge, mit denen sie saugt, Flüssigkeit zurück in den Hund geben würde. Das ist gefährlich, weil so zusätzlich Krankheitserreger leicht in den Hund gelangen.

Bei meinem ersten Hund nutzte ich so unsinnige Methoden wie, einen Tropfen Uhu draufgeben, warten und dann ziehen. Das führte dazu, dass natürlich auch Haar hängenblieb und ausgerissen wurde. Dann versuchte ich es eine Zeit lang mit Öl. Das sollte die Zecken ersticken oder zumindest dazu bringen, loszulassen. Funktionierte auch nicht wirklich gut. Man nahm dann eine Pinzette, versuchte die Zecke irgendwie zu greifen und zog. Oft genug rissen Kopf und Mundwerkzeuge ab. Das endete dann mit einem für den Hund noch unangenehmeren Herumdoktern mit der Pinzette und notfalls einer Nadel. Aber zumindest desinfiziert wurde anschließend.

Irgendwann gab es dann die Zeckenzangen. Sie sollen ermöglichen, die Zecke zu packen, ohne sie zu quetschen, um sie dann herauszudrehen. So habe ich nun über Jahre gearbeitet. Insgesamt funktionierte es schon ganz gut, doch ein Problem blieb immer. Es wurden oft auch Haare von der Zange erfasst und das Ziehen an diesen Haaren war für die Hunde nicht angenehm.

Seit ein paar Wochen habe ich nun die O’Tom Zeckenhaken (Link zu Amazon). In der Packung sind zwei Zeckenhaken, einer für große Zecken und einer für kleine. Der Haken hat einen Längsschlitz, der von der offenen Seite hinweg dünner wird. Mit diesem Schlitz fasst man die Zecke, indem man den Haken von der Seite, direkt über der Haut des Hundes, unter die Zecke schiebt. Dann dreht man den Haken zwischen Daumen und Zeigefinger und die Zecke löst sich. Man hebt sie heraus und das war es, kurz und schmerzlos. Haare bleiben keine hängen.

Selbst Herr Yoschi, der von der Zieherei an den Haaren durch die Zeckenzangen die Schnauze im wahrsten Sinne des Wortes voll hatte, lässt sich mit den Haken ohne großen Murren nun wieder Zecken ziehen. Nach diesen Erfahrungen kann ich sie nur empfehlen.

Dafür dass es nur etwas Plastik ist, sind die Zeckenhaken nicht ganz billig. Sie kosten je nach Anbieter um die sechs Euro. Im Fressnapf sah ich sie übrigens auch liegen.