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Hunde und Erdbeeren ist eine Konstellation, die zumindest bei mir ein gewisses Konfliktpotential in sich birgt. Als ich letzten August meine Erdbeeren in ein neues Beet pflanzte, wurde mir mein Beet mehrfach verwüstet von – ich bin mir da jetzt recht sicher – mindestens Floppy. Alles war durch wildes Hin- und Hergerenne ausgerissen und an einer Stelle war immer wieder ein großes Loch gewühlt. Letzteres entspricht sehr Floppy, ersteres eher Little Amiga.

Erdbeeren sind im Garten ein begehrtes Gut. Schnecken mögen das weiche süße Fruchtfleisch wie auch Vögel. Hunde mögen sie auch, meine beiden kleinen insbesondere.

Wir haben auf der Terrasse zwischen den Waschbetonplatten sehr viele Walderdbeerpflanzen wachsen. Auch die tragen regelmäßig Früchte. Seit Little Amiga das spitz hat, sehen wir Menschen von diesen köstlichen kleinen Erdbeeren nicht eine einzige. Little Amiga pflückt sie sich regelmäßig, bevor irgendwer anders eine Gelegenheit dazu erhält. Das Erdbeerbeet mit den großen Erdbeeren ist mit einem soliden Drahtzaun geschützt, anders geht es nicht, die Kleinen dort herauszuhalten. Trotzdem wecken die großen Erdbeeren Begehrlichkeiten. Ein paar sind dicht am Zaun oder schauen sogar hindurch. Die werden schnell Opfer von Little Amiga. Heute versuchte sich auch Floppy. Er stand auf den Bahnschwellen, mit welchen das Beet abgefangen ist, und versuchte, mit der Zunge, eine Erdbeere ganz dicht beim Zaun, durch diesen zu ziehen. Das klappte aber nicht. Nachdem er sich lange genug gemüht hatte, pflückte ich die von ihm angelutschte Frucht und gab sie ihm. Dabei musste ich aufpassen, dass er sie auch wirklich bekam, denn Little Amiga hatte etwas mitbekommen und stand sofort Gewehr bei Fuß, um die Erdbeere abzustauben.

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Floppy versucht, mit der Zunge an eine Erdbeere zu gelangen, durch den Zaun hindurch. Auf der Erde liegen rote Blütenblätter einer Mohnpflanze.

Meine Hunde lieben überhaupt jegliche Sorte von Beeren, von Johannisbeeren und Stachelbeeren im Garten, bis zu Brombeeren, Himbeeren und Heidelbeeren im Wald und auf der Flur. Wo sie können, pflücken sie sich selbst, sonst erhoffen sie sich meine Hilfe. Ich muss nur schauen, dass sie sich, wenn sie selbst pflücken, keine unreifen Früchte aussuchen.