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Floppy plagt sich noch immer mit seinem Problem mit dem Verdauungstrakt herum. Als er sich heute Vormittag übergab, war etwas Blut mit dabei. Das veranlasste mich, direkt beim Tierarzt anzurufen und nicht erst bis zur Sprechstunde am Nachmittag zu warten. Das Blut müsse nichts bedeuten, meinte mein Tierarzt, es könne auch eine kleine geplatzte Ader sein als Folge mehrfachen Erbrechens.

Beim Tierarzt hatte ich dann doch noch eine kleine Kotprobe dabei. Die hatte ich im Garten zusammengekratzt. Es reichte aber für einen Test auf Giardien, Kryptosporidien und Parvoviren. Zum Glück ließ sich nichts davon nachweisen. Abtasten des Bauches war auch heute nicht möglich bei Floppy. In seiner Angst machte er sich wieder komplett steif. Und es sollte noch besser kommen mit ihm. Abhören konnte der Tierarzt ihn ebenfalls nicht, da sein Brummen dies unmöglich machte. Also müssen wir ihn nun doch röntgen, entschied mein Tierarzt. Das sollte sich jedoch fast unmöglich gestalten, da Floppy hier in keiner Weise kooperativ war. Zur Sicherheit aller Beteiligten bekam Floppy einen Maulkorb auf. Danach legte ich ihn auf den Tisch des Röntgengerätes. Der Tierarzt hielt ihn vorne fest und seine Frau hinten. Die erste Aufnahme klappte so gerade eben. Der Versuch, eine Aufnahme in Rückenlage zu machen, misslang gründlich. Floppy drehte und wand sich, jaulte und kreischte und pinkelte vor Angst. Der Tierarzt erschreckte sich heftig, konnte Floppy aber noch so gerade eben am Wickel halten, dass er nicht vom Tisch sprang. Er machte noch zwei weitere Versuche im Anschluss. Es brachte alles nichts. Danach nahm er Floppy Blut ab, um dieses zu analysieren. Wieder knurrte Floppy sehr böse. Da ich ihn aber gut festhielt, musste er die Prozedur über sich ergehen lassen. Dann mussten wir etwas warten, während das Blut in der Maschine war und die Röntgenaufnahme entwickelt wurde. Die Aufnahme war genau im Bauchraum durch Floppys plötzliches Zappeln unscharf. Man konnte aber sehen, dass Luft im Darm war. Das, so mein Tierarzt, kann auf einen Infekt im Darm hindeuten. Kurz darauf kam der erste Teil der Blutanalyse. Deutlich zu hoch waren mit 15 die Zahl der Weißen Blutkörperchen. Das deutete ganz deutlich auf einen Infekt hin. Auch einige andere Werte deuteten in die Richtung. Obwohl Floppy trinkt und auch Wasser lässt, scheint sein Blut aber schon etwas dicker, wie die Konzentration der Roten Blutkörperchen bei ihm indiziert. Die Analyse in Bezug auf andere Werte für die Bauchspeicheldrüse, Nieren, Leber usw. waren aber alle in Ordnung.

Der Tierarzt wollte dann doch noch einmal eine Röntgenaufnahme versuchen. Es war aber ihm dabei aber so wenig Erfolg beschieden wie bei der ersten Aufnahme. Floppy zog genau in dem Moment, wo der Tierarzt die Aufnahme auslöste, plötzlich den Bauch ein. Der Tierarzt wollte eigentlich nur Gewissheit haben bezüglich seiner Diagnose. Einen Fremdköper konnte er nicht entdecken im Darm, soweit ihn die schlechte Aufnahme dies erkennen ließ.

Die bakterielle Darminfektion behandelt mein Tierarzt jetzt mit Antibiotika, die er über eine Spritze gab. Oral möchte er vermeiden, da dieses die Darmflora noch mehr beeinträchtigt. Ich werde Floppy ein Pulver mit Darmbakterien geben, welches helfen soll, diese wieder in Ordnung zu bringen bei ihm. Außerdem habe ich ein Elektrolyt, welches seinem Wasserhaushalt helfen soll. Am Mittwoch schaue ich wieder beim Tierarzt vorbei und dann gibt es noch einmal Antibiotika. 

Wir waren am Spätnachmittag alle gemeinsam spazieren und Floppy lief ganz normal mit. Ich hoffe mal, die Nacht kann er ohne Erbrechen verbringen.