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Am Donnerstag war sie also da, die Hundetrainerin. Gerufen hatte ich sie vor allem wegen Floppy. Klar war aber auch, dass es mehr als sinnvoll wäre, wenn sie sich auch Little Amiga und Yoschi anschaut.

Wir hielten uns, da das Wetter recht schön war, die ganze Zeit im Garten auf. Floppy ignorierte sie zunächst und ich sah, dass er erst einmal Distanz hielt. Wir setzten uns hin und sie stellte zunächst einmal eine Menge Fragen zu den Hunde, um sich ein Bild von ihnen zu machen. Danach gab sie mir direkt Anweisungen, was ich tun sollte mit Floppy. Er hatte in der Vorbereitung etwas weniger Futter bekommen, so dass dieses nun als Belohnung besser wirken konnte. Ziel der Übungen war eigentlich immer, ihn dazu zubringen, mich anzusehen und meine Entscheidung abzufragen. Das verstand er recht fix, der Kleine. Wir gingen dann im Garten und versuchten es schon auf die Begegnung mit der Trainerin zu übertragen. Das klappte erstaunlicherweise.

Yoschis Verhalten mir gegenüber sah die Trainerin eindeutig als Dominanzverhalten. Ihre Vermutung, er reagierte tatsächlich wegen Schmerzen beim Anfassen mit diesem Verhalten, wobei ich überrascht zurückschreckte. Er lernte daraus, wenn mir etwas nicht passt, mache ich den Max und bekomme meinen Willen und versucht dieses nun immer wieder. Auch Yoschis ausgiebiges Wälzen auf dem Rücken auf dem Rasen und dem Teppich in der Diele wertet sie als Dominanzverhalten. Sie zeigte mir dann eine Übung, mit der ich ihm mit Futter zeigen, kann, wer das Sagen hat, und empfahl, ihn die nächste Zeit komplett von Hand zu füttern, wobei er immer etwas für sein Futter tun muss.

Auch die lebhafte Little Amiga nahm sich die Hundetrainerin vor und probierte selbst mit ihr eine Übung aus zum Laufen an der Leine, ohne Ziehen. Little Amiga war mit Begeisterung bei der Sache, denn es gab zum Einen Leckerchen und zum Anderen interessante Aktivitäten.

Die Dame konnte mich mit ihrer Art überzeugen. Alles läuft über positive Verstärkung und ohne Worte. Es ist in manchen Dingen fast so wie Clicker Training ohne Clicker, hatte ich den Eindruck. Was ich unter ihrer Anleitung mit den Hunden versucht hatte, zeigte Wirkung und lässt mich hoffen, dass ich so in der Lage sein werde, meine Probleme beim Führen meiner Hunde zu bewältigen. Wir sind nun so verblieben, dass ich für Einzelstunden mit allen drei Hunden zu ihr auf den Hundeplatz komme, zweimal in der Woche. Dann werden wir beide zusammen mit den Hunden arbeiten, sie mit einem und ich mit einem anderen. Die Hunde wechseln dann immer wieder. So werde ich eine Menge lernen, was meinen Hunden helfen kann, mich besser zu verstehen.

Da ich zur Zeit noch nicht wieder arbeite, will ich die Zeit nutzen, um intensiv mit den Hunden zu arbeiten. Bis November ist noch Zeit genug, gut etwas zu erreichen. Danach beginne ich mit der Wiedereingliederung und sollte auch dann noch ausreichend Zeit haben, intensiv mit den Hunden zu arbeiten. Sie werden es mir danken. Da bin ich sicher. Und mir wird es dann auch besser gehen.

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