Schlagwörter

, , , ,

Mein kleiner Herr Yoschi hat es nicht immer leicht mit mir, mit den anderen beiden Hunden und mit sich selbst, und manchmal vielleicht auch mit der Welt im Allgemeinen.

Momentan schmerzt ihn mal wieder seine rechte Schulter. Zu viel die Treppen zu mir nach oben und wieder runter und dabei dann einmal zu heftig hinunter und schon ist es geschehen. Wenn es dann morgens noch etwas zügiger geht, weil wir mit dem Beagle Charly unterwegs sind, dann kann es eines definitiv nicht, besser werden. Charly und Frauchen holen uns meist auf dem ersten Stück Weg ein und dann übernimmt der Beagle die Führung und für den armen Herrn Yoschi geht alles viel zu schnell. Irgendwann lässt die Kraft nach und dann beginnt er zu humpeln. Zu Hause will er auch nicht gerne bleiben und es fällt mir nicht leicht, ihn einfach zu Hause zu lassen.

Manchmal möchte er von sich aus nicht, so auch heute früh. Zwar war er mit draußen, schnüffelte dann aber nur lustlos auf der anderen Straßenseite gegenüber unseres Hauses herum. Auf die Frage, ob er wieder nach Hause wolle, drehte er sich flugs um und schoss wie eine Rakete in Richtung Hof.

Dafür sind wir dann heute nach der Stunde mit Floppy und der Hundetrainerin eine Extra-Tour gelaufen auf den Feldern. Die liebt er über alles. Es gibt dort einen kleinen Weg, den man rund um die Felder laufen kann. Man braucht je nach Tempo zwischen einer halben Stunde und einer dreiviertel Stunde. Zu schüffeln gibt es sehr viel, da viele Hunde dort ihre Runde drehen. Wir waren mit dem Auto hinaufgefahren. So brauchte Yoschi sich weder den langen Berg hinauf mühen noch seine Schulter auf dem Weg hinab belasten.

Wie ein König lief Herr Yoschi seine Runde, schnüffelte und markierte ausgiebig, scharrte und verkostete, und das bei einem überwiegend zügigen Tempo. Sehr zufrieden sah er aus. Niemand störte ihn und niemand hetzte ihn. Es regnete leicht, und auch das störte ihn nicht. Sein Pelz ist schon wieder dick genug, dass ein leichter Regen ihm nichts ausmacht.

So wie es die Zeit und das Programm mit den beiden anderen erlauben, werde ich in Zukunft öfter mal eine Runde mit ihm alleine gehen. Es tut einfach gut. Das merkt man. Er ist ein dankbarer Hund in jeder Hinsicht. Auch zu Hause muss ich wieder mehr darauf achten, dass die beiden jungen Hunde ihn nicht zu sehr in den Hintergrund drängen. Yoschi hat ebenfalls seine Bedürfnisse, auch und gerade weil er nun ein älterer Hund ist mit seinen dreizehn Jahren. Dass er kein junger Hund mehr ist, muss ich mir immer mal wieder vergegenwärtigen, denn man sieht es ihm nicht sofort an.