Schlagwörter

, , , , ,

Heute kam mal wieder ein E-Mail von PETA mit neuesten Recherchematerialien von PETA Asia und da ging es um das Thema Hunde in Chinas Lederindustrie. Auf der Seite wird erneut auf das schlimme Schicksal der Hunde dort aufmerksam gemacht.

Wie bei so vielen anderen Tieren zählt ein Hundeleben in China für eine große Mehrheit der Menschen nichts. Hunde sind dort Nutztiere wie Schweine, Rinder, Hasen, Ziegen, Hühner, Gänse und so weiter. Es geht für viele Chinesen eigentlich nur um eines, wenn es um Tiere geht, um Profit oder Genuss. Alles andere interessiert kaum. Dass Tiere leidensfähige Wesen sind, passt nicht ins Bild. Hunde werden in China für den Verzehr geschlachtet und für ihr Leder, welches sehr viel dünner und dadurch weicher ist als etwas das von Rindern oder Schweinen. Es eignet sich von daher bestens für feine Lederhandschuhe und Geldbörsen.

Hunde, welche zum Verzehr und oder für ihr Leder getötet werden, kommen teilweise aus Zuchten, werden oft aber auch von skrupellosen Hundefängern auf den Straßen eingefangen und ihren Eigentümern gestohlen. Das Schicksal, welches sie erwartet nach oft langem Transport ohne Futter oder Wasser, häufig auch noch verletzt durch das Einfangen, kann grausamer kaum sein. Hinter einer Gittertüre oder in Käfigen müssen sie mit anschauen, wie einer nach dem anderen mit einer Metallzange gepackt packt wird, einen Schlag erhält mit einem Knüppel, der ihn hoffentlich betäubt, wie man ihm die Kehle aufschlitzt, sie dann verbluten und wie man sie dann häutet, die Häute in Kessel wirft und die Kadaver auf einen Haufen.

Das Video unten wurde heimlich aufgenommen und zeigt alles dieses. Es ist nicht das erste Video dieser Art und wird auch nicht das letzte sein. Ich habe lange überlegt, ob ich es mir wirklich ansehen soll, da ich schon so viele davon gesehen haben und alleine das Ansehen sehr weh tut.

Chinas Hundeleder-Industrie / PETA; (Quelle: youtube.com)

Man fragt sich natürlich, warum das so ist und ob man den Chinesen wirklich einen Vorwurf machen kann. Letztlich gehen auch wir nicht besser mit unseren Nutztieren um und würden uns dagegen verwehren, würden Chinesen oder andere Nationen sich bei uns einmischen und Petition und Aufrufe gegen die Misshandlung von Nutztieren in der Massentierhaltung und den Großschlachthäusern starten.

Und trotzdem kann man sich dieser Sache nicht verschließen und sollte es auch nicht. Der Hund ist das erste Lebewesen, welches sich auf ein Zusammenleben mit uns eingelassen hat. Der Mensch wurde vermutlich in Teilen auch durch sein Zusammenleben mit dem Hund zu dem, was er heute ist. Das zumindest behaupten einige Leute, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. In unserer Kultur sind es vor allem die Hunde und Katzen, zu denen wir ein sehr persönliches Verhältnis entwickelt haben, welche uns auch darüber haben nachdenken lassen, ob es richtig ist, so mit unseren Nutztieren umzugehen, wie wir dieses in der Massentierhaltung leider tun.

Und genau deswegen ist es wichtig, vor allem das grausame Schicksal der Hunde in China anzugehen, indem wir unsere Stimme dagegen erheben und Tierschutzorganisationen unterstützen. Hunde könnten auch in China der Schlüssel sein, ein Bewusstsein für die Leidensfähigkeit unserer Mitgeschöpfe zu wecken. Auch in China gibt es schon Menschen, welche Hunde nicht länger als Speise oder Lieferant von Leder und Fell ansehen. Sie sind aber noch eine kleine Minderheit. Unterstützung von außen kann also nur sinnvoll sein.

Es wird noch viel Zeit brauchen und noch unzählige Hunde werden das grausame Schicksal erleiden müssen. Eine ganze Industrie lebt von diesen Hunden, zahllose Familien werden davon ernährt. Auch bei uns hat sich nichts von heute auf morgen geändert. Deshalb glaube ich fest daran, dass es nicht aussichtslos ist. Und jeder Hund, dem solches Leid erspart wird, ist unserer Mühen wert.

Die Bilder dieses Films werden mir sicher noch lange im Kopf bleiben. Vermutlich sind sie nach einmaligem Ansehen schon unauslöschlich eingebrannt. Das ist nicht schön. Doch es motiviert mich weiterhin, etwas zu tun, indem ich mir vertrauenswürdige Tierschutzorganisationen in ihren Bemühungen zur Aufklärung über und Aktionen gegen das Leid der Hunde in China unterstütze mit Beiträgen wie diesem und Spenden. Außerdem verzichte ich auf Leder.

Ich muss leider zugeben, dass ich in diesem Jahr, in welchem ich nicht vegan leben konnte, mit diesem Vorsatz aus Mangel an Alternativen gebrochen habe. Es war garantiert nichts, was aus Hundeleder hätte sein können, doch es ist auch so schon schlimm genug. Es wird nicht noch einmal vorkommen. Zum Glück gibt es immer mehr Lederalternativen, sogar bei Wanderstiefeln von Lowa.