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Gestern jagte mir mein Herr Yoschi mal wieder einen gehörigen Schrecken ein. Zu meiner Wohnung unter dem Dach führt eine offene Holztreppe, und die Tür zwischen dem Haushalt meiner Eltern und meiner eigenen kleinen Wohnung ist immer offen, so dass die Hunde sich aufhalten können, wo es ihnen am besten gefällt, Im Laufe des Tage laufen die drei so munter die Treppe hinauf und hinunter.

Das ist eigentlich auch kein Problem. Herr Yoschi tut sich mittlerweile schon mal etwas schwerer mit dem Hinauflaufen, doch es klappt immer noch ganz gut. Mir selbst wäre es lieb, er würde nicht so oft rauf und vor allem nicht runter laufen wegen seiner empfindlichen rechten Schulter. Zum Glück war die letzten Monate Ruhe, da er meist langsam hinunter geht. Oft bremst ihn auch Little Amiga.

Es wäre schön, wenn das alles so einfach wäre. Ist es aber nicht. Einmal meint Little Amiga, sie müsste Herrn Yoschi immer wieder blockieren, wenn er die Treppe hoch oder runter läuft. Runter ist das OK, da er so langsam geht. Hinaus stört es ihn aber sehr, da er aus dem Rhythmus kommt. Auch bei Jackie machte Little Amiga dieses gerne und da diese im Alter schlecht sah, kam sie so oft ins Stolpern auf der Treppe und fiel auch mal ein paar Stufen hinab. Unterbinden konnte ich es leider nicht. Little Amiga ist also das eine Problem im Zusammenhang mit der offenen Treppe. 

Herr Yoschi selbst ist das zweite Problem. Er liebt es, sich längs auf eine der oberen drei Stufen zu legen, um unten die Diele unter Beobachtung nehmen zu können. Und das ist nicht ungefährlich, eben weil die Treppe offen ist und er zwischen den Stufen locker hindurch passt. Genau das passierte dann. Er rutschte mit dem Hinterteil und den Hinterbeinen durch die Treppe. Die beiden Vorderbeine und die Brust waren noch auf der Treppenstufe und er mühte sich verzweifelt, wieder auf die Stufe zu kommen. Ich hörte ihn und dachte erst, er müsse in den Garten. Als ich ihn dann auf der Treppe sah, stand Little Amiga unterhalb von ihm und ging ihn an und oberhalb stand ihr Mitläufer, der kleine Floppy. Wie Herr Yoschi nun zwischen die Stufen gerutscht war, kann ich nicht sagen. Vielleicht war Little Amiga sogar Schuld daran. Möglich, dass er ihr den Weg nach oben versperrt hatte.

Ich hob ihn zwischen den Stufen heraus und war einmal mehr froh, dass ich das Katzennetz unter der Treppe befestigt habe. Das war geschehen als ich den kleinen Floppy geholt hatte und in großer Sorge war, dass dieser kleine Wurm hindurchfallen könnte. Herrn Yoschi hat das Netz heute vermutlich schon zum zweiten Mal das Leben gerettet. Vor etwa zwei Jahren war er, als ich ihn streichelte und er sich dabei drehte, zwischen den Stufen hindurch gerollt. Unter der Treppe befindet sich die geflieste Treppe in den Keller. Ein Sturz aus mehr als zwei Metern Höhe auf diese Treppe wird ohne schlimme Knochenbrüche garantiert nicht abgehen und kann leicht den Tod zur Folge haben.

Bei mir sieht das von unten dann so aus.

Ich hatte schon mal an anderer Stelle im Blog davon berichtet und dabei dieses Bild gepostet.

So ein Netz ist übrigens nicht teuer und ich habe es mit langem Kabelbinder an dem Träger der Treppe befestigt. Das sieht jetzt zwar nicht optimal aus, doch es schützt garantiert. Bezugsquelle war für mich 1a-katzennetz.de. Es gibt aber auch andere Anbieter. Wichtig ist, dass die Netze so geknotet sind, dass sich die Knoten nicht verschieben können.

Wer keine kleinen Hunde hat, braucht sich um so etwas natürlich keine Gedanken machen.