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Vielleicht wundert sich mancher, warum mein Hundetagebuch gerade auf Tumblr vorgestellt wurde. Der Grund ist einfach. Das Hundetagebuch gibt es zweimal, einmal hier und einmal mit einem nahezu identischen Zwilling bei Tumblr. Ich schreibe die Beiträge auf Tumblr und spiegele sie dann hierher nach WordPress. So möchte ich einfach sicherstellen, dass mein Blog überlebt, auch wenn mal eine der beiden Plattformen dicht macht. Anders als bei Tumblr habe ich meine aktive Community, wo ich kommentiere und wo andere Blogger bei mir kommentieren, hier auf WordPress. Tumblr hatte von seiner Geschichte her eigentlich nicht das Ziel, eine Blogging Plattform mit langen Texten zu sein. Das hat man jetzt allerdings geändert. Aber das nur so nebenbei.

mitarbeiter:

Tumblr-User im Blickpunkt: Donald von Ein Hundetagebuch

DonaldTownsend ist 51 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Mittelhessen, lebt aber seit er 14 ist im südlichen Sauerland. Er hat studiert und ist im Bildungswesen und der Lehrerfortbildung tätig. Der Technik-Freak interessiert sich sehr für das Internet, soziale Medien, Gadgets und die gesamte Entwicklung in diesem Bereich. Im März 2012 erkrankte er an Leukämie. Nach einer Transplantation im Oktober 2013 ist er nun dabei, sein Leben neu zu ordnen. Vor allem aber ist er seit Jahren ein großer Hundenarr und führt bei Tumblr ein ganz tolles Blog, das viele interessante Informationen zu unseren
liebsten Vierbeinern bietet und über Donalds Alltag mit seinen Freunden berichtet. Und der ist nicht immer heiter – gerade ist einer seiner Schützlinge gestorben. 😦

Was macht
Hunde für dich so besonders?

Aufgrund ihrer langen gemeinsamen Geschichte mit uns Menschen sind die Hunde uns in vielen Dingen sehr ähnlich geworden und anders als viele andere Tiere können sie uns sehr gut lesen. Man sagt sogar, unsere Entwicklung war und ist eine Co-Evolution. Das heißt, in unserer Entwicklung als Mensch und Hund stehen wir unter einem gegenseitigen Einfluss. Dass Hunde ohne Zutun unsere Nähe suchen, ist ihnen so bereits genetisch einprogrammiert. Bei Katzen, Pferden oder Papageien etwa ist dies nicht der Fall. Diese Tiere können auch ohne Menschen überleben. Hunde können das nicht mehr. Unsere Geschichte hat uns aufs Engste zusammengeschweißt und das ist für mich das Besondere an Hunden. Aus diesem Grund ziehe ich Hunde allen anderen als Haustiere vor.

Du hattest in deinem Leben schon einige Hunde. Wie gehst du damit um, wenn dein Hund stirbt? Holst du dir gleich einen neuen?

Hunde gehören seit nunmehr 37 Jahren zu meinem Leben und ich kann mir ein Leben ohne auch nicht mehr vorstellen. Der frühe Tod unserer Hunde durch die kürzere Lebensspanne gehört leider dazu. Ich kann eigentlich ganz gut damit umgehen. Wichtig ist mir, dass ich dabei bin und sehen kann, dass es ein friedlicher Tod ist. Wesentlich schwieriger ist es, wenn ich das Gefühl habe, den Tod mit verursacht zu haben. Dann mache ich mir schon eine Menge Vorwürfe. Das Schlimmste Ereignis zum Thema Tod war meine Jack-Russel-Terrier Hündin Jackie, die ich vermutlich zu früh habe einschläfern lassen. So habe ich nun das Gefühl, ihr ihr Leben gestohlen zu haben und meiner Verantwortung für sie nicht gerecht geworden zu sein. Da habe ich lange schwer drunter gelitten und das habe ich in meinem Blog auch mehrfach verarbeitet in Form von Beiträgen. Mittlerweile nach über einem Jahr
komme ich jedoch klar damit.

Wenn ein Hund gegangen ist, lasse ich mir normal etwas Zeit, bevor ich einen Nachfolger hole. Und da ich nur noch Hunde aus dem Tierschutz bei mir aufnehme, ist das sowieso nicht so einfach, sofort einen anderen Hund zu bekommen, wenn man nicht einen x-beliebigen Hund nehmen möchte.

Hast du bevorzugte Hunderassen und gibt es umgekehrt bestimmte Rassen, die dir aus irgendwelchen Gründen nie ins Haus kämen?

Grundsätzlich bin ich ein Freund kleiner Hunde. Da sage ich mir, wenn es mal irgendwelche Probleme gibt, wegen der Erziehung, dann bin ich immer noch in der Lage, die Kontrolle zu behalten, weil ich einfach stärker bin.
Besonders lieb sind mir Dackel und Terrier und da insbesondere Jack-Russell-Terrier. Beide haben ein interessantes Wesen und sind sehr gute Familienhunde. Dackel sind echte Charakterköpfe. Keiner ist wie der andere und auch wenn man ihnen einen Starrkopf nachsagt, so sind sie doch sehr liebenswürdig. Nachteilig sind nur ihre kurzen Beine. Deshalb sind mir heute Dackelmischlinge mit längeren Beinen etwas lieber. Jack-Russel-Terrier sind die absoluten Energiebündel und dabei doch sehr anhänglich. Viele von ihnen sind sehr klug und auch das schätze ich an Hunden.

Auf gar keinen Fall holen würde ich mir einen Schäferhund oder einen Rottweiler. Vor allem mit Schäferhunden habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.
Sie können sicher auch tolle Hunde sein. Mein Ding sind sie aber nicht, von ihrer ganzen Art her. Und überhaupt bin ich eben kein Fan von großen Hunden. Bei etwa 40 cm Schulterhöhe hört es auf.

Was glaubst du, warum passiert es so oft, dass Menschen sich Hunde holen und diese dann schlecht behandeln, an Raststätten aussetzen etc.? Man weiß doch eigentlich vorher, was ein Hund ist, wie ein Hund ist, ob man Hunde mag.

Hund und Mensch gehören einfach zusammen durch ihre lange gemeinsame Geschichte und unsere großen Gemeinsamkeiten. Leider reicht das aber nicht aus, um daraus auch eine glückliche und funktionierende Beziehung zu machen. Viele Menschen unterschätzen die Verantwortung, welche sie mit dem Einzug eines Hundes in ihren Haushalt übernehmen. Ein Hund muss erzogen werden, er braucht tägliche Aufmerksamkeit, kostet also Zeit, und der Unterhalt kostet Geld, vom Futter bis zum Tierarzt. Einen Hund haben bedeutet auch gewisse Kompromisse machen, sei es bei der Freizeitgestaltung, beim Urlaub, bei der Suche nach einer neuen Wohnung oder einem neuen Partner. Hunde werden oft aus einer Laune heraus ins Haus geholt. Die Erkenntnis, was alles damit verbunden ist, kommt danach, zu spät dann leider, und der arme Hund ist das Opfer. Er wird nicht erzogen, muss den ganzen Tag alleine sein, zerstört Dinge, macht Lärm, wird zum Problemhund und dann weiß man nicht, wohin mit diesem “Monster”. Also wird der Hund entsorgt. Und Schuld ist natürlich zu aller erst der Hund, heißt es dann.

Gibt es andere Hundeblogs, die du empfehlen würdest?

Sehr informativ finde ich das Blog einer Hundefrisörin: https://feingemacht.wordpress.com/

Unterhaltsam ist das Blog über einen Golden Retriever mit dem Namen Yates: https://umdiepfotegewickelt.wordpress.com/

Nett, aber auf Englisch und aus den USA ist das Blog von Otis dem Corgi: http://otisthecorgi.tumblr.com/

Eine junge Frau aus dem Süden Deutschlands postet viele Bilder von ihren Shiba Inu. Sie schreibt dabei auf Englisch: http://hoellenhunde.tumblr.com/