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Mein kleiner Herr Yoschi ist nun seit drei Wochen tot. Floppy hatte so seine kleinen Probleme im Umgang mit dem älteren Rüden. Wie ich an anderer Stelle beschrieben habe, wartete Floppy eigentlich fortwährend auf Gelegenheiten, bei denen er sich auf Yoschi stürzen konnte, um sich selbst als ranghöher durchsetzen zu können. Ab und an kam es dann auch tatsächlich zu solchen Attacken, meist im Verbund mit Little Amiga. Alleine traute sich Floppy nie an Herrn Yoschi heran. Und die Angriffe erbrachten auch nie den gewünschten Erfolg. Herr Yoschi war und blieb im Rang über Floppy, denn er setzte sich zur Wehr. Außerdem schritt ich selbst sofort ein, wenn ich Zeuge eines derartigen Überfalls wurde. Es kam zum Glück selten zu diesen Auseinandersetzungen, schon weil ich sehr darauf achtete, brisante Situationen zu vermeiden. Eine davon war etwa die Haustür. Wenn Yoschi in den Garten musste, bellte er. Machte man dann die Haustüre einfach auf, rannte er hinaus und bellte dabei ein paarmal. Fast zeitgleich stürmten dann rechts und links von ihm Floppy und Little Amiga hinaus und versuchten, ihn voranzutreiben und ihm dabei von beiden Seiten zuzusetzen. Also achtete ich darauf, Yoschi immer zunächst alleine hinaus zu lassen, bevor die anderen folgen durften.

Trotz aller meiner Mühen, war das Verhältnis zwischen Floppy und Yoschi jedoch vergiftet. Floppy knurrte, wenn er schon in meinem Büro auf dem Sofa saß und Yoschi hinein kam. Was das sagen wollte, war klar: “Raus, hier hast du nichts zu suchen!“ Yoschi drehte dann teilweise tatsächlich genervt ab. Ich rief ihn jedoch immer wieder hinein und ließ auch Floppy wissen, dass ich nicht einverstanden war mit seinem Verhalten. Yoschi war irgendwann dann so sehr angenervt, dass er knurrte, wenn Floppy nur in seine Nähe kam. Das wiederum führte dazu, dass Floppy sich je nach Situation kaum noch an ihm vorbei traute bzw einen weiträumigen Bogen um ihn machte. Aber Herrn Yoschi gibt es ja nun nicht mehr und so haben sich die Hunde neu sortiert. Aber das ist noch nicht alles.

Seit gestern beobachte ich mit Erstaunen, dass sich bei dem kleinen Herrn Floppy eine wundersame Wandlung vollzogen hat, leider jedoch nicht die, welche ich mir am dringlichsten wünschen würde. Nein, er ist leider nicht zum Hund ohne extreme Unsicherheit gegenüber anderen Hunden und Menschen geworden. Aber er markiert mit einem Mal überall. Vorher markierte er durchaus auch an markanten Stellen. Das waren aber nur wenige. Nun markiert er an den typischen Hundestrecken, wo viele Hunde ihre Duftmarke setzen, so häufig, dass es wirklich auffällig ist. Ein- oder zweimal zog er sogar die Notbremse, da er unbedingt an eine ihm bedeutsame Stelle zum Markieren wollte.

Ich habe mit Markieren kein Problem, solange es den Spaziergang nicht fortwährend mit Zwangspausen unterbricht. Und an dieser Stelle, müssen wir nun etwas arbeiten. Wenn er markieren will, gerne, aber bitte zügig. Sollten wir hinbekommen.