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Vor einigen Tagen hatte Floppy ein für ihn wirklich schreckliches Erlebnis hier bei mir im Garten. Ich war kurz im Gewächshaus und hatte die Hunde mit in den Garten genommen. Die beiden beschäftigten sich wie üblich selbst und spielten. So jagten sie durch den Garten, hin und her. Mal war Floppy der Jäger und mal Little Amiga. Ich ließ die beiden gewähren, während ich nach dem Salat im Gewächshaus sah. Dann hörte ich ganz plötzlich ein Gejaule und Gejammere von Floppy. Hatte Little Amiga, die mitunter ziemlich ruppig mit ihm umgeht, ihn verletzt? Das waren die ersten Gedanken, die mir kamen als ich zum Rasen rannte, um zu sehen, was geschehen war.

Floppy stand mit eingekniffenem Schwanz auf der gepflasterten Fläche vor der Haustüre und schaute auf den Rasen. Vor ihm lag der Zaun, den ich um Yoschis Grab gestellt hatte. Den Zaun hatte ich nur lose aufgestellt, da Floppy beim Spielen mit seinem Ball mehrmals versucht hatte, den Ball dort, wo ich den Rasen wieder auf das Grab gelegt hatte, zu verscharren. Er liebt es, den Ball zu verstecken. Beim Fangenspielen mit Little Amiga muss Floppy dann aber in vollem Tempo in den Zaun gerannt sein. Dabei war der Zaun dann in Bewegung gekommen und vermutlich Floppy dabei unter den Zaun gekommen. Das hatte den armen kleinen Kerl so sehr erschreckt, dass er sogar seine Analdrüsen entleerte. Sein Rücken war nass vom Gras, da er bei seiner Flucht vor dem bösen Drahtzaun auf den Rücken gefallen sein muss. Völlig verstört war er und wir gingen erst einmal hinein. Dort trocknete ich ihn ab. Es dauerte noch gut zwei Stunden bis Floppy wieder einigermaßen die Fassung zurückgewonnen hatte. Ich nahm ihn auf den Arm, um ihn auf andere Gedanken zu bringen. Das half sogar ein wenig. Aber er brauchte seine Zeit, um den Schock zu überwinden, und ein Schock muss es gewesen sein, nicht bloß ein kleiner Schreck. Den kleinen Floppy habe ich noch nie so erlebt. Anfangs wusste er nicht einmal, wo er hinsollte mit sich, auf sein Hundebett vor der Heizung, auf den Sessel, auf das Sofa, … Er lief mit eingeklemmtem Schwanz hierhin und dahin. 

Später, wenn die beiden Hunde dann in den Garten gingen, schnupperten sie immer wieder intensiv an der Stelle auf dem Pflaster, wo Floppy seine Analdrüsen entleert hatte. Floppy ging auch zum Zaun, den ich wieder aufgestellt hatte und schnupperte an diesem. 

Das war ein Erlebnis, wie Floppy es eigentlich nicht braucht, doch er hat es gut verdaut, so scheint es mir. Man merkt nichts mehr, auch nicht, wenn er im Garten ist. Glück gehabt.