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Früher habe ich mir nie Gedanken gemacht über die Beziehung von Mensch und Hund. Das hat sich erst mit meiner Adoption von Little Amiga und Floppy geändert. Da die beiden ihre Herausforderungen für mich mit sich brachten, war ich gezwungen, mich mehr zu beschäftigen mit Erziehung von Hunden, Umgang mit Problemen und dabei dann unweigerlich auch mit der Beziehung von Mensch und Hund. Auch mit der gemeinsamen Geschichte habe ich mich mehr befasst. Über das Internet stieß ich dann auf den Begriff Seelenhunde, auf Facebook bei tiere-verstehen oder auch bei It’s about Chiru and Dogs. Das brachte mich dazu, noch einmal über die Beziehung zu meinen verschiedenen Hunden nachzudenken, auch wenn das jetzt mit der Lösung von Hundeproblemen nicht direkt zu tun hat.

Wie Menschen haben Hunde verschiedene Persönlichkeiten und so unterschiedlich ist wohl auch unsere Beziehung zueinander. Entsprechend gibt es Beziehungen von Mensch und Hund, die einfach nur wie ein Arbeitsverhältnis sind. Man ist ein Team und kann sich aufeinander verlassen. Oder das Verhältnis ist wie eine Familienzusammengehörigkeit, wie Eltern und Kind. Sie kann auch wie eine Freundschaft sein, die in manchen Fällen weit über eine normale Freundschaft hinaus geht. Und da kommen dann die Seelenhunde ins Spiel.

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Bildquelle: Sylvia Raßloff www.tiere-verstehen.com www.facebook.com/tiereverstehen

Der Spruch im Bild könnte sicher auch für die Begegnung mit der großen Liebe gelten und vielleicht ist es mit manchen Hunden wirklich einer Liebe vergleichbar.

Ich bin mir recht sicher aus meiner Erfahrung, dass es Seelenhunde gibt. Und warum sollte das nicht so sein? Auch unter Menschen kennen wir das, Menschen, die wir treffen und das Gefühl haben, sie schon immer gekannt zu haben, Menschen, zu denen man sich ganz besonders hingezogen fühlt, Menschen, mit denen man sich ohne Worte versteht. Hund und Mensch teilen eine sehr lange Geschichte über mindestens 10.000 Jahre. In vielen Dingen haben Hund und Mensch sich einander angenähert in einer Form gemeinsamer Evolution (Co-Evolution). Das geht so weit, dass manches, was für unser gemeinsames Zusammenleben wichtig ist, genetisch fest verankert wurde über die Generationen. Und wenn wir trotz unserer äußeren Unterschiede einander doch so ähnlich geworden sind, dann können auch ganz besondere Beziehungen entstehen zwischen Mensch und Hund.

Und das ist eben die Beziehung zu Seelenhunden. Der Unterschied in der Beziehung zu einem Seelenhund drückt sich nicht in der Zuneigung aus, die man seinen Hunden entgegen bringt. Man liebt sie alle, jeden auf seine individuelle Art und Weise, doch ist irgendetwas anders. Entscheidend ist auch nicht, inwieweit ein Hund unsere Nähe sucht oder nicht. Es ist vielmehr ein unsichtbares Band, welches einen verbindet. Mit einem Seelenhund ist man quasi eines. Die Verbindung ist sehr viel enger, man fühlt diese Hunde intensiver.

Bei meinen sieben Hunden, Little Amiga und Floppy eingeschlossen, waren bisher zwei Seelenhunde. Mein erster Hund, ein Rauhaardackel, war einer und Herr Yoschi, auch er war einer.

Am Blick, so wie im Zitat unten beschrieben, habe ich ihn allerdings nicht erkannt, denn er schaute mich nicht einmal an, so sehr war er durch seinen Aufenthalt im Tierheim schon geschädigt. Bei ihm war es mehr ein Gefühl, dass er zu mir gehört.

„Es sind so Viele, die ein Zuhause suchen… Vergiss nicht, ihnen in die Augen zu schauen… denn da, wo du es vielleicht nicht vermutest… könnte dein Seelengefährte auf dich warten.“ (Sylvia Raßloff)

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