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(via Former Playboy model and her ‘K9 Angels’ save hundreds of stray dogs | Daily Mail Online)

In der britischen Tageszeitung Daily Mail gab es jetzt einen Bericht über drei ehemalige Models, die K-9 Angels (Hunde-Engel), die sich für Streuner in Rumänien einsetzen. Was dort passiert, ist entsetzlich. Seitdem das rumänische Parlament im September 2013 die Euthanasie von Streunern zur Reduzierung ihrer großen Zahl legalisierte, werden zahllose Hunde auf oft grausamste Art getötet. Auslöser für die Verabschiedung des Gesetzes war ein einzelner Zwischenfall, bei dem ein Streunerrudel einen vier Jahre alten Jungen attackierte und tödlich verletzte.

Nach Berichten der K-9 Angels werden Straßenhunde nun von staatlichen Hundefängern eingefangen, in Sammelstationen gebracht, wo sie oftmals einfach zu Tode geprügelt werden oder bei lebendigem Leibe angezündet und verbrannt. Zehntausende von Tieren wurden so nach den K-9 Angels von den Hundefängern eingefangen und auf grausamste Weise getötet. Es ist in Rumänien üblich keine Spritze für eine humane Einschläferung zu verwenden. Um Kosten zu sparen, injiziert man stattdessen Verdünnung für Farben direkt ins Herz, erdrosselt die Hunde oder knüppelt sie zu Tode. Die Sammelstellen sind dreckig, verwahrlost und verfügen kaum über Futter. Sie dienen vor allem dazu, die Hunde vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Die Hunde dort sind vielfach krank, leiden an Räude und anderen Krankheiten. Tödliche Beißereien sind an der Tagesordnung.

Vier Pfoten, die bereits die Kastration von mehr als 150.000 Streuner unterstützt haben, sind der Meinung, dass sich die Situation für die Hunde mit dem Tötungsgesetz extrem verschlechtert hat. Alleine in Bucharest wurden seit Einführung des Gesetzes um die 25.000 Hunde eingefangen und etwa 16.000 getötet. Den Aktivisten von Vier Pfoten ist es im Sommer 2014 zwar gelungen, das Gesetz vorerst von einem Gericht aussetzen zu lassen, für die lebensgefährliche Situation der Straßenhunde hat sich dadurch aber leider nichts geändert. Das brutale Töten geht weiter, wie auch das Beispiel einer kleinen Stadt im Süden Rumäniens zeigt. Hier fand man vor kurzem Hundekadaver in Plastiktüten, die sämtlich Verletzungen an Kopf oder Köper aufwiesen.

Die Tötungsaktionen sollen die Überpopulation der Streuner reduzieren. Doch wie wenig eine solche Aktion zur Eindämmung des Problems bringt bestätig auch ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (dort ging es um Populationskontrolle im Zusammenhang mit der Eindämmung von Tollwut). Die Erfolge waren immer nur kurzfristig. Schon nach kurzer Zeit rückten neue Hunde in die leeren Reviere nach und vermehrten sich aufgrund des Futterangebots schnell.

Und so geht das grausame Töten von Streunern in Rumänien leider weiter, ob mit oder ohne gesetzliche Grundlage. Die Situation in den öffentlichen Sammelstellen/Tierheimen ist katastrophal. Bei einer Untersuchung von 43 von 81 bestehenden Anlagen im Frühjahr 2014 mussten Vier Pfoten feststellen, dass keine einzige den Vorgaben des Gesetzes zur Regulierung der Zahl von Streunern entsprach.

Einfach nur schrecklich, was dort passiert, auch wenn das Ausmaß, verglichen mit anderen Ländern, eher noch gering ist. Aber jedes vermeidbare Leid ist absolut unnötig. Man sieht das dann im Internet und hat nur wenige Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun, durch die Unterstützung von Gruppen wie Hope for Strays (Dog Adoption Romania) oder Vier Pfoten durch Spenden und Mitzeichnen bei Online Petitionen, durch Adoption eines geretteten Hundes und durch Verbreiten von Informationen über die Arbeit dieser Gruppen und die unhaltbaren Zustände im Land.

Quelle: Former Playboy model and her ‚K9 Angels’ save hundreds of stray dogs ….; Mail Online, 07.04.2015