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Ideen muss man haben. Viele träumen davon, sich mit einer Geschäftsidee zu verwirklichen und man einer sucht nach einer Möglichkeit, dieses in irgendeinem Zusammenhang mit Hunden zu tun. Aus manchen Ideen werden so kleine Unternehmen. Und richtig schön wird so eine Idee, wenn man zwei Dinge verbinden kann. Das ist den Machern vom Tierschutz-Shop wohl gelungen.

Sie unterstützen den Tierschutz im In- und Ausland und verdienen damit auch noch ihren Lebensunterhalt. Letzteren Aspekt hängen die Leute vom Tierschutz-Shop natürlich nicht so an die große Glocke. In der Pressemappe verheimlicht die Gründerin diesen Aspekt aber auch nicht:

Da die Spenden im Tierschutz rückläufig sind, will ich mit dem Tierschutz-Shop auf kommerzielle Weise auch die Menschen erreichen, die bisher nicht gespendet haben, aber mit ihrem Einkauf etwas Gutes tun wollen.”

Stattdessen heißt es “Futter kaufen, Gutes tun!” Ich finde das aber an sich nicht verwerflich. Letztlich funktionieren auch viele andere Organisationen, deren Arbeit auf Spenden gründet, nicht anders, selbst wenn sie gemeinnützig sind. Doch auch sie müssen ihren Mitarbeitern in der Regel ein Gehalt zahlen. Man muss mit einer Idee wie dem Tierschutz-Shop auch nicht unbedingt reich werden. Es reicht, wenn man seinen Interessen nachgehen und davon leben kann. Ganz wesentlich für das Funktionieren dieser Geschäftsidee ist das Internet und dort vor allem die sozialen Netzwerke, allen voran sicherlich Facebook, wo man selbst auch vertreten ist unter https://www.facebook.com/dertierschutzshop und mittlerweile über 62.000 Fans hat.

Der Tierschutz-Shop bietet letztlich eine Menge Vorteile für alle Beteiligten, und das macht die Idee in meinen Augen besonders attraktiv:

  • Tierschutzgruppen – und Vereine können um Sachspenden bitten und dabei auf einer Wunschliste angeben, was genau sie haben möchten und in welcher Menge. (Vom Prinzip her ist das einem Wunschzettel bei Amazon vergleichbar.)
  • Transportkosten für Futter- und Sachspenden können gesenkt werden über Palettentransport. Spender sparen also Versandkosten und können so mehr spenden.
  • Menschen, welche die Tierschutzarbeit unterstützen wollen, sich aber nicht sicher sind, ob Geldspenden auch wirklich bei den Tieren ankommen, können so Futter und Material spenden (und können ihre Spende auch verfolgen).
  • Registrierte Tierheime oder auch andere Gruppen bekommen zusätzlich 10% des Verkaufspreises als Spende.
  • Die Macher des Tierschutz-Shops haben ein Herausstellungsmerkmal, welches sie von anderen Online Händlern im Segment Tierzubehör/Futtermittel abgrenzt und ihnen einen Anteil am hart umkämpften Online-Markt erschließt, wodurch sie damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen können.

In der aktuellen Dogs 3/2015 wird die Gründerin Hanna Czenczak vorgestellt. Die Idee entstand demnach schon 2013. An den Start ging der Tierschutz-Shop dann im Mai 2014. Das Team des Tierschutz-Shop besteht mittlerweile aus sechs Leuten. Laut den Angaben der Gründerin liegen die Preise im Tierschutz-Shop nicht über denen im Laden. Der Umsatz muss, wenn die 10% Spende an den Tierschutz noch abgezogen wird, aus der Masse kommen. Die Erfolge sprechen wohl für sich, denn bisher konnten schon fast 70.000 € an Spenden überwiesen werden, wie am Spendenticker auf der Homepage des Tierschutz-Shop sehen kann. Ganz wichtig ist den Machern vom Tierschutz-Shop auch das Thema Transparenz. Wer spendet, kann gut nachverfolgen, dass und wann die Spenden ankommen über den Shop selbst wie auch die empfangenden Tierschutzvereine, welche dann z.B. auf Facebook Fotos einstellen.

Ich selbst habe schon einige Male über den Tierschutz-Shop gespendet, weil es mir lieber ist, Futter direkt zu spenden. Aufmerksam wurde ich durch Aufrufe von Tierschutzgruppen auf Facebook und durch Newsletter oder auch durch E-Mails des Tierschutz-Shops selbst.

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