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Diese Woche war ich nachmittags auf dem Nachhauseweg mit Little Amiga und Floppy und wir waren schon beinahe zu Hause. Wir liefen auf dem Bürgersteig und parallel zu uns auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite lief in gleicher Richtung eine Frau. Mit ihrem hellen Sommerkleid mit bunten Motiven und einer Strickjacke darüber fiel die Frau mir direkt auf, denn Kleider sieht man bei uns in der Ecke recht selten. Wir waren etwa fünfzehn Meter parallel gelaufen als die Frau ganz plötzlich und unerwartet eine scharfe Drehung um 90° machte und auf unsere Seite wechselte, etwas hinter uns. 

Die beiden Hunde erschraken sich dabei so sehr, wie ich es noch nie erlebt habe. So sprangen an ihren Leinen nach vorne, um so viel Abstand wie möglich zu gewinnen und kläfften dabei aufgeregt. Little Amiga kniff den Schwanz ein, was sie sonst selten tut, blickte immer wieder hinter uns und zog nach vorne, um von der Bedrohung wegzukommen. Floppy schaute ebenfalls nach hinten und zog nach vorne, hatte das Nackenfell gesträubt und bellte drohender. Ich schaute ebenfalls nach hinten und sah die Frau zunächst nicht mehr. Sie war wohl, als die Hunde so erschrocken reagierten, in eine Seitenstraße eingebogen. Die Hunde beruhigten sich jedoch nicht und kurz darauf tauchte die Frau wieder aus der Seitenstraße auf und folgte uns. Nur weg, war wohl der einzige Gedanke in den Köpfen der beiden Hunde. Es gelang mir auch nicht, sie zu beruhigen. Also gingen wir zügig weiter und bogen dann in unsere Straße ein. Die Frau war nicht mehr zu sehen, meine Hunde waren jedoch noch immer verunsichert.

Erklären kann ich mir die starke Reaktion der Hunde auf die Frau nur durch das Kleid, welches für sie eher ungewohnt ist im Alltag. Es war nicht einmal besonders weit geschnitten oder flatterte, nichts. Sicher hing es auch mit dem abrupten Richtungswechsel der Frau in unsere Richtung zusammen.