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2015 ist, was meine Spaziergänge mit den Hunden angeht, ein ungewöhnliches Jahr, so scheint mir. Im Wald scheint es vor Wild nur so zu wimmeln. Rehe, Hasen, Füchse und Wildschweine sind mir schon über den Weg gelaufen, die ersten beiden davon täglich, und viele andere wie Marder, Dachse und was sonst noch, sind auch unterwegs, zeigen sich mir aber nicht. Wenn wir morgens in aller Frühe in den Wald gehen, treffen wir schon weit vor dem Wald auf die ersten aufregenden Spuren. Im Wald werden die Spuren dann noch dichter und immer wieder entdecken wir auch die Urheber dieser leichtflüchtigen Düfte vor uns auf dem Weg oder seitlich im Unterholz. Das geht nun schon seit vielen Wochen so und lässt auch nicht nach. In dieser Häufig und Intensität kenne ich das nicht aus meinem Wald.

Floppy und Little Amiga im Sitz, nachdem wir ein Reh voraus erblickt haben. Es steht noch immer am rechts vom Weg, fast am Ende, wo der Weg verschwindet

Die Hunde sind so in permanenter Aufregung. Vor allem Little Amiga hat pausenlos die Nase am Boden und folgt den Witterungen, so sie auf dem Weg verlaufen. Je intensiver die Witterung, umso aufgeregter ist sie. Ich muss dann sehr deutlich auf sie einwirken, sonst beginnt sie zu kläffen und sie in die Leine zu werfen. Sehen wir das Wild oder ist die Witterung besonders stark und anregend wie etwa von einem Fuchs, ist sie kaum noch zu halten. Floppy nimmt seltener Witterung auf. Nicht, dass ihn die Fährten kalt lassen. Er reagiert nicht immer, doch wenn, dann bellt er, um seiner Aufregung Luft zu machen. An der Leine zieht er so gut wie nie. Meist legt Little Amiga los und er lässt sich dann mitreißen. Ist unser Nachbarshund dabei, der Beagle Charly, dann ist die Stimmung insgesamt noch einmal wesentlich stärker aufgeheizt. Ich vermute, dann haben die Drei so ein Meutengefühl. Auch er gibt Laut, so wie es für einen Beagle typisch ist, und beginnt zu ziehen.

Spaziergänge können vor allem morgens ziemlich anstrengend sein, da ich leider noch immer keinen guten Weg gefunden habe, Little Amiga Grenzen aufzuzeigen, Entweder ich wirke sehr stark auf sie ein, was mir nicht gefällt oder ich nehme einen Stock mit. Da hat sie wohl Respekt vor. Ich mache das aber auch nur sehr selten, da ich den Weg der Einschüchterung auch nicht toll finde.