Schlagwörter

, , , ,

Heute erinnerte mich Google über sein Foto App an den Tag vor drei Jahren als ich Little Amiga in Würzburg von Hope for Dogs, der kleinen Tierschutzorganisation aus Österreich in Empfang nahm. Ich hatte die kleine Dame auf Facebook entdeckt. Sie war noch deutlich kleiner auf den Bildern, ein Welpe, und hatte einen Verband um die Schnauze. Die Person, bei der sie vorher gewesen war und der man sie dann abgenommen hatte, ein Alkoholiker, hatte sie so getreten, dass er ihr den Unterkiefer brach. Mehr weiß ich nicht über die Hintergründe aus dem fernen Ungarn. Sie landete dann in einem kleinen privaten Tierheim und Hope for Dogs bemühte sich um die Vermittlung. 

Ich selbst war gerade dem Tod von der Schippe gesprungen, saß im Krankenhaus in Isolation(shaft) und dachte, wo die Ärzte mir nun das Leben gerettet hatte, da wollte ich das gut machen, indem ich das Leben eines Hundes rettete. Der Hund, auf den ich stieß, das war sie, Little Amiga. Ich klärte mit zu Hause alles ab und dann ging es nur noch um den Termin. Die Mitarbeiter von Hope for Dogs fuhren zu der Zeit etwa einmal im Monat über die Grenze nach Deutschland, um vermittelte Hunde zu übergeben. Mein größte Sorge war, dass ich nicht rechtzeitig aus dem Krankenhaus entlassen werden würde. Es passte dann so gerade und ich machte mich mit Yoschi auf den Weg. Yoschi sollte Little Amiga helfen, mit der für sie ungewohnten Situation zurecht zu kommen.

Auf dem Parkplatz hatten schon die ersten Adoptanten ihre Hunde in Empfang genommen. Nur Little Amiga saß noch in ihrem Kennel im Auto. Sie hatte Vertrauen zu mir und Yoschi und wir gingen erst einmal eine kleine Runde mit ihr, dass sie sich erleichtern konnte. Nach den Formalitäten verabschiedeten wir uns und machten uns dann auf den Weg nach Norden, ins südliche Sauerland.

Und seither ist sie bei mir die wilde Amiga. In den drei Jahren seither haben wir eine Menge erlebt, im Positiven wie im Negativen. Das Thema Essen vom Tisch und von den Küchenschränken klauen haben wir zum Glück in den Griff bekommen. Stubenrein sind wir auch geworden, auch wenn es länger als bei meinen vorherigen Hunden dauerte. Nur das Thema Ziehen an der Leine und Jagdtrieb, da müssen wir noch immer dran arbeiten, sehr dran arbeiten, denn ich leide da doch gewaltig drunter, vor allem in Bezug auf Verspannungen.