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Seit Ende Januar ist Mesty nun hier bei mir im Sauerland. Sie hat sich insgesamt gut eingewöhnt, kennt die Tagesabläufe und hat auch schon sehr gut Vertrauen gefasst. Die Spaziergänge am frühen Morgen, am Nachmittag und am Abend gehören ganz eindeutig zu den Highlights ihres Tages. Man merkt aber schon, dass sie irgendwie noch nicht völlig angekommen ist. Etwas Zeit braucht sie scheinbar noch immer. Wie lange, kann ich nur schwierig abschätzen.

Die meiste Zeit des Tages hält sie sich in der Diele auf und liegt dort auf dem großen Teppich. Dort ist scheinbar ihr Lieblingsplatz. Sie schläft dort auch einen großen Teil der Nacht. Das Hundebett, welches sich für sie besorgt hatte, ist mehr oder weniger abgeschrieben. Dass ich sie darin das letzte Mal sah, ist schon länger her. Nachts schläft sie überhaupt nicht mehr darin. Gegen Morgen kommt sie oft zu mir hinauf und liegt dann bei mir auf dem Teppich.

Was ich noch immer vermisse, ist dass sie auf Zuruf zu mir kommt, etwa um sich streicheln zu lassen. Es ist nicht so, dass sie es nicht mag, gestreichelt zu werden. Sie genießt es sogar sehr. Aber von sich aus kommt sie nicht, um sich Streicheleinheiten abzuholen. Und wenn ich sie rufe, kommt eben auch nicht. Einzig, wenn es Futter gibt, dann kommt sie ganz sicher.

Kämmen mag sie so mittelmäßig. Sie hat unheimlich viele Haare verloren und ich habe jetzt im Sommer noch immer Unterwolle aus dem Fell herausgeholt, aber auch Deckhaare. Ich hoffe, das wird nicht auf Dauer so bleiben. Vielleicht ist sie in der Vergangenheit nicht so oft und ausgiebig gebürstet worden, dass noch viele alte Haare drinnen waren Fell.

Aus ihrer Vergangenheit bringt sie schon noch einige Altlasten mit. Das merkt man auch beim Thema Vertrauen. Geht man an ihr vorbei und sie liegt auf ihren Teppich, scheint sie immer etwas angespannt und unsicher. Obwohl ich sie nie getreten habe, über sie gefallen bin oder ähnlich, braucht sie hier wohl noch einige Zeit. Ich bin aber guter Dinge, dass das irgendwann auch noch kommt.