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Ist ja interessant, was sich so alles tut am Markt. Wer sich regelmäßig mit dem Thema Hundefutter auseinandersetzt und mit offenen Augen durch Fressnapf und Co. geht oder im Online-Angebot von Händlern nachschaut, der sieht, der Markt für Hundefutter ist sehr lebendig. Ständig findet man neue Marken, die versuchen Kunden zu gewinnen. Mit Hundefutter lässt sich eine Menge Geld verdienen. So verschieden wie die Hundehalter sind, so unterschiedlich sind wohl auch ihre Vorstellungen von einer artgerechten Ernährung. Die Futtermittelindustrie versucht dieses zu bedienen. Und so gibt es mittlerweile eine Unzahl von verschiedenen Futtermittelmarken. Vielen Hunden wird es vermutlich recht egal sein, was man ihnen füttert. Hauptsache für sie wird vermutlich sein, dass es ihnen schmeckt und dass sie satt werden. Was Hunden gut schmeckt, unterscheidet sich von dem, was wir als wohl schmecken empfinden, doch deutlich, auch wenn es Überschneidungen gibt. Und so spricht die Futtermittelindustrie mit ihren Angeboten und der Art, wie sie an uns herangetragen werden, doch vor allem uns, die Hundehalter an.

Kürzlich stieß ich so auf die Angebote von Green Pet. Interessanterweise sprechen die Macher hinter dieser Marke einen ganz anderen Aspekt bezüglich Hundefutter an. Es geht nicht nur um gesund, sondern auch um umweltfreundlich. Die Umwelt schonen möchte man in jeder Hinsicht, beginnend bei den Rohstoffen bis zur Verpackung. Da die Produktion von Fleisch sehr viele Ressourcen braucht, wird Eiweiß aus Pflanzenquellen verwendet und bei einer Sorte auch von Insekten (Mehlwürmer).

Ich finde das Angebot persönlich recht ansprechend. Zurzeit sind drei Trockenfutter im Sortiment:

InsectDog hypoallergen – getreidefreies Alleinfuttermittel mit Insektenprotein als einzige tierische Eiweißquelle.
VeggieDog grainfree – 100 % vegetarisches, zu 99,99 % veganes und getreidefreies Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde.
VeggieDog light – 100 % vegetarisches, zu 99,99 % veganes Alleinfuttermittel mit Dinkel und Lupine für Hunde mit einem verminderten Energiebedarf.

Wer seinen Hund vegan ernähren möchte, wird dieses Hundefutter vermutlich nicht kaufen, da es nur zu neun 99,99 % vegan ist. Das liegt nach Angaben der Firma an Vitamin D2 bzw. D3, welches man aus Wollfett von Schafen gewinnt, die dafür aber nur geschoren werden. Vegetarier sollten mit diesen Futter jedoch glücklich werden können. Je nach Auffassung von vegetarisch, könnten sie sogar das Futter mit dem Eiweiß aus Insekten verfüttern. Von der Zusammensetzung her, denke ich, kann das schon funktionieren, da an alle wichtigen Inhaltsstoffe gedacht ist. Auch Taurin und L-Carnitin sind enthalten. Da ist man heute zum Glück schon weiter.

Ob man seinem Hund dieses Futter füttert, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Möchte an dieser Stelle das Fass über artgerechte Ernährung auch nicht aufmachen. Da gehen die Meinungen doch zu sehr auseinander und viele Hundehalter sind da sehr dogmatisch, auch wenn eine neutrale wissenschaftliche Betrachtung eigentlich recht eindeutige Belege für die Ernährungbedürfnisse von Hunden liefert.

Ich selbst lebe, wie ich vielleicht schon erwähnt habe, vegan, ernähre meine Hunde jedoch konventionell. Dieses Angebot finde ich einfach nur interessant, weil es mal wieder in eine ganz andere Richtung geht. Sicherlich werden sich eine ganze Reihe von Hundehaltern von diesem Angebot angesprochen fühlen. Es werden vor allem Leute sein, die sich selbst vegetarisch ernähren und die darauf achten, einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu haben.