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Nun habe ich meine beiden Kleinen schon seit mehr als vier Jahren im Haushalt. Wer mein Blog länger liest, weiß, welche Probleme ich mit der Stubenreinheit hatte. Was immer Sommer problemlos funktionierte, machte in dem Moment Schwierigkeiten, wo die Haustüre nicht mehr stundenlang aufstand und die Hunde in den Garten konnten, wann immer sie wollten und mussten. Und so machten sie dann auf einmal ihr großes Geschäft wieder irgendwo in die Wohnung, ohne sich vorher irgendwie zu melden, wie man das eigentlich von einem stubenreinen Hund erwarten sollte. Es ging dann nur, indem man die beiden regelmäßig vor die Türe schickte.

Lange war es gut gegangen und jetzt fing es mit einem Mal wieder an. Mal war es Little Amiga und häufiger Floppy. Meist konnte ich den Verursacher nur am Haufen erkennen. Einmal erwischte ich Floppy, wie er vor meinen Augen den Buckel machte, auf dem Fußabtreter vor der Haustüre. OK, dachte ich, vielleicht hat er es wirklich nicht mehr geschafft. Bei Floppy ist der strubbelige Teppich im Esszimmer beliebt. Viermal hatte er in den letzten Wochen dort sein Geschäft verrichtet, wenn man nicht achtgab. Das geschah auch immer zu Zeiten, wo er normal gar nicht macht. 

Heute hatte ich dann die Türe zum Esszimmer geschlossen, bevor ich in mein Büro ging. Erst kam er mit. Nach einer Weile schaute ich, sah ihn jedoch nirgendwo. Dann hörte ich ihn von unten und schaute nach. Er lag vor der Esszimmertüre und wollte hinein. Seltsam, dachte ich. Vielleicht muss er hinaus. Also schickte ich ihn an die Türe. Er schaute in den Garten, wo der Schnee etwa 30 cm hoch liegt. Das gefiel ihm gar nicht. Er drehte um und kam hinein. “Nichts da, Kleiner!” und damit setzte ich ihn auf einen im Schnee geschobenen Weg. “Geh, mach!” Er zockelte davon, hob ein Bein und stand eine Weile so. Das muss schon ein Druck auf der Blase gewesen sein, dachte ich mir. Dann ging er weiter, machte einen Buckel und verrichtete sein Geschäft. Hatte ich doch richtig vermutet. Er hatte gemusst, wollte aber nicht in den Garten, weil ihm das Wetter nicht behagte. 

Da saß er dann im Schnee, der kleine Herr Floppy.

Ich habe schon einiges erlebt mit meinen Hunden, dass ein Hund ewig anhält, bevor er in den Garten geht, um sich zu erleichtern, habe ich immer wieder erlebt, dass aber ein Hund lieber in die Wohnung macht, weil ihm draußen zu unangenehm scheint, solches Verhalten ist mir neu.