Schlagwörter

, , , , , ,

Nach dem Schnee ist vor dem Eis oder so ähnlich. Nach Wochen, gefühlt eigentlich sogar Monaten von Regen und Nässe und Schlamm haben wir jetzt Eis. Leider fahren bei uns im Wald sehr viele Menschen mit ihren Fahrzeugen durch. Was bei Regen und Schlamm sorgt, garantiert bei Schnee und wechselnden Temperaturen eine dicke Schicht Eis. Und dieses Eis ist nicht ohne. Bisher habe ich das versucht, mit Schneeketten verschiedener Hersteller zu meistern, Turtles und YakTrak. Beide sind bei glattem Schnee gut, doch bei Eis kommen sie an ihre Grenzen. Da Eis aber wirklich gefährlich ist, für große Menschen noch mehr, suchte ich nach einer besseren Lösung. Richtige Steigeisen sind wohl etwas überdimensioniert und benötigen steigeisenfeste Schuhe. So stieß ich dann beim Online Kaufhaus Amazon auf dieses Modell.

Das sind die Schuhspikes, Terra Hiker Schuhkrallen mit 18 Zähnen, Steigeisen mit Edelstahlspikes für Bodenhaftung auf Eis und Schnee und die gibt es für 20 €. Das ist nicht teuer. Für das Anziehen braucht es ein klein wenig Übung, da man von oben hinein steigt. Schneeketten werden in der Regel von unten nach oben übergestülpt. Das ist hier etwas anders. Aber es geht gut, wenn man den Dreh raus hat. Anders als bei billigen Spikes, die leicht abbrechen können, bestehen diese hier aus gekannten Blechen. Sie sind also aus einem Stück. Dadurch sind sie wesentlich robuster. In meinem alltäglichen Praxistest haben sie sich bewährt. Man kann ohne Sorge über das glattes Eis laufen, bergauf und bergab. Die Dinger krallen sich in das Eis und gut ist. Auch wenn man mal ein Stück laufen muss, wo weder Schnee noch Eis sind, so halten Sie das aus. Eventuell muss man Einstein aus den Spikes herauspuhlen. Die Schussbikes kommen mit einer Tasche, in der man sie transportieren kann. Praktischerweise hat die eine Schlinge, mit der man sie tragen oder an den Gürtel nehmen kann. (Man kann diese Schlinge nicht öffnen. Für so etwas habe ich am Gürtel ein Karabiner.)

Mesty findet den Schnee insgesamt toll. Das Foto entstand heute früh als es noch nicht so ganz hell war und entsprechend war es etwas blaustichig. Durch die Korrektur ist der Kontrast vielleicht etwas stark. Meist lasse ich die Dame ohne irgendwelchen Schutz laufen. Ihr dicker Pelz lässt kaum etwas durch. Als wir jetzt jedoch diese tiefen Minusgrade hatten, teilweise unter -10 °C, da habe ich ihr dann doch ihren Mantel übergezogen. Besser ist das. Die kleinen kommen gar nicht ohne aus. Sie verlieren einfach viel zu viel Energie durch ihre nicht vorhandene Unterwolle. Soviel kann ich dann gar nicht zu füttern. Als es so richtig schlimm kalt war (relativ, wir hatten hier auch schon -22°C, doch das ist etwas her), da habe ich sie sogar in zwei Schichten eingepackt. Das hat dann aber sehr gut funktioniert. Die Kerntemperatur blieb sehr hoch und so fühlten sie sich auch auf einer Runde von 90 Minuten bei -11 °C noch gut.