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Man kann es kaum glauben, doch Mesty ist nun schon etwas über zwei Jahre hier bei mir. Zwischen dem Tod von Yoschi und der Entscheidung, doch wieder einen dritten Hund hinzu zu holen, lag fast ein ganzes Jahr. Eigentlich wollte ich bei zwei Hunden bleiben. Aber irgendwo noch ein Loch. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher. Für Mesty war es auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Sie ist aus dem Tierschutz und einem Leben mit 150 anderen Hunden im privaten Tierheim entkommen. Ihr Leben hat sich damit ganz massiv verbessert. Das soll nicht heißen, dass es ihr in Spanien in den drei Jahren bei Arconatura in Linares schlecht gegangen ist. Aber angenehmer ist es ganz sicherlich, wenn man sich nicht ständig gegen unzählige andere Hunde behaupten muss.

Mittlerweile habe ich auch etwas mehr zu Mestys Geschichte erfahren. Ich hatte bei Facebook an die zwei Jahre erinnert und die Frau, welche sie damals mit in das Tierheim nahm, eine Freiwillige von Arconatura, postete darauf hin ein Foto, auf welchem Mesty zu sehen ist, bevor sie “gerettet” wurde.

Das ist es. Wie die Tierschützerin schrieb, hatte sie Mesty bereits seit Juni 2012 gefüttert. Mesty lebte zu dieser Zeit bei einem verlassenen Bauernhof. In der Nähe gibt es wohl auch verlassene Minen. Ein weißer Mastino mit dem Namen Jack lebte auch in dieser Ecke. Die Tierschützerin vermutet, dass er eine Zeit lang der Gefährte war. Und dann Anfang 2013, im Februar, merkte die Tierschützerin, dass Mesty mit größter Wahrscheinlichkeit trächtig war. Jack war vermutlich der Vater. Damit war es höchste Zeit, Mesty ins Tierheim zu nehmen, damit die Welpen sicher zur Welt kommen konnten. Wie sie bei Facebook schrieb, sind die verlassenen Minen gerade für neugierige Welpen gefährlich. Sieben Welpen wurden dann Tierheim geboren und alle waren Mädchen. Das hatte ich bisher nicht gewusst. Von einigen von Mestys Töchtern habe ich Bilder gesehen und zumindest von einer bekomme ich über Facebook regelmäßig Updates.

Mesty geht es gut. Die Ehrlichiose haben wir im Griff. Nur die Zähne sind nicht so toll. Hier will mein Tierarzt jetzt etwas machen. Das Problem ist starker Zahnstein, der auch mit dem allgemein schlechten Zustand der Zähne zusammenhängt. Selbst kann ich hier nichts mehr ausrichten. Zwei oder drei Zähne müssen raus und dann wird der Zahnstein entfernt, damit er die Kieferknochen nicht entzündet. Alles wird unter Narkose stattfinden. Etwas viel auf den Rippen hat die kleine Schäferhundmischlingsdame auch. So viel zu Fressen hatte sie vermutlich noch nie und meine Mutter, die morgens das Futter gibt, meinte es die ganze Zeit trotz meiner Einwände immer zu gut. Das haben wir jetzt davon. Mesty muss abnehmen. Es ist aber zum Glück kein großes Übergewicht. Eine Weile wird es aber dauern, da wir auch keine Extrem-Diät machen wollen.