Von wem?

Hunde habe ich seit meinem vierzehnten Lebensjahr. Das ist eine kleine Ewigkeit. Meine Hunde sah ich immer als meine Freunde und als meine Verantwortung. Für mich war immer klar, wenn ich einen Hund habe, dann bin ich 100% dafür verantwortlich, dass es ihm wohl geht. Dafür habe ich in meinem Leben sehr viele Kompromisse gemacht. Bereut habe ich das aber nie. Die Hunde waren immer meine Begleiter, überall, ob ich unterwegs war mit Freunden oder sonst etwas. Und natürlich gehören täglich mindestens zwei Spaziergänge zum Programm. Ich habe so viele Schuhsohlen durchgelaufen bei den ausgiebigen Spaziergängen in Wald und Flur oder bei schlechterem Wetter im Ort oder am Stausee. Für meine Hunde stehe ich früh auf, wenn ich arbeite um 5:30 Uhr. Auch am Wochenende sind wir fast immer früh unterwegs, getreu dem Motto – “Morgenstund hat Gold im Mund”, denn früh morgens ist es am schönsten.

  1. Der erste Hund, das war Baffi, ein recht großer Rauhaardackel, ein Rüde. Er kam als Welpe zu uns aus Bayern. Meine Mutter wollte einen Hund haben und bestellt wurde er, wie zu der Zeit üblich, in der örtlichen Tierhandlung. Der arme Kerl wurde per Zug verschickt. Er entwickelte sich aber gut und war ein toller Kerl, mein bester Freund. Viel Ahnung hatte keiner in der Familie, wie man einen Hund richtig erzieht. Aber trotzdem gab es keine Probleme, nur war zuweilen schon recht eigensinnig. 13 Jahre wurde er alt, dann wurde er angefahren, auf einer Wiese, neben dem Weg, von einem Mann, der eben nicht auf dem Weg fuhr.
  2. Als meine Schwester von Zuhause auszog, holte sie sich sofort einen Hund aus dem Tierheim, Trixie. Das war ein Terriermischling, wusste sie damals natürlich nicht. Trixie war viel bei uns, dass sie nicht alleine war, wenn meine Schwester arbeiten ging. Nach einer Weile war sie dann ganz bei uns, da der Freund meiner Schwester den Hund nicht haben wollte. Er hatte es mehr mit Schäferhunden und Rottweilern. Trixie war wild wie eben ein Terrier, aber sonst ein toller Hund. Sie musste ich mit 13 Jahren einschläfern lassen als sie drohte an Wasser in der Lunge zu ersticken wegen einer Insuffizienz der linken Herzklappe.
  3. Nach Baffis Tod kam Karo, noch ein Dackel, auch ein Rauhaardackel. Er wurde sagenhafte 18 Jahre alt (es fehlten 5 Tage bis zum Geburtstag, aber so genau nehme ich es hier nicht), war zum Schluss fast blind und taub und außerdem inkontinent. Er war ein netter Hund, mein stetiger Begleiter, hatte es aber nicht so mit dem Spielen und war insgesamt eher zurückhaltend. Ihn musste ich ebenfalls einschläfern lassen als es nicht mehr ging. Bis dahin hatte er aber noch Spaß am Leben.
  4. Zwischendurch hatten wir auch noch Moritz, einen Westhighland Terrier. Das war ebenfalls ein Hund, den wir von meiner Schwester übernommen hatten. Auch er war ein Junghund. Es gab aber Probleme mit Karo. Moritz versuchte immer wieder Karo die Position streitig zu machen und ich hatte damals einfach nicht die Erfahrung, um das Problem zu lösen. Wir dachten, es wäre besser für ihn, wenn er seine eigene Familie hätte. Die suchten wir dann für ihn. Im Nachhinein denke ich, man hätte das Problem lösen können, aber das ist nun Vergangenheit.
  5. Nach dem Tod von Trixie kam Jackie, eine Jack-Russel-Terrier Hündin als Welpe zu uns. Sie ist sehr anhänglich und lebendig sowieso. Jetzt ist sie alt, sieht nicht mehr so gut, hört auch nicht mehr so perfekt und ist leicht inkontinent. Zum Schluss war sie fast blind und taub. Sie war 15 Jahre als ich sie im November 2013 einschläfern ließ.
  6. Ein halbes Jahr lang hatten wir nach dem Tod von Karo nur einen Hund. Dann holte ich Yoschi, einen Jack-Russel-Terrier Rüden aus dem Tierheim. Er war schon sechs Jahre alt und brauchte eine Weile bis er richtig warm wurde mit den anderen im Haus. Auch mit Jackie war es nicht einfach, da sie ihn nicht akzeptierte. Es gab immer wieder Auseinandersetzungen, teils mit kleinen Verletzungen. Er ist ein toller Hund, doch man muss wissen wie man ihn nehmen muss. Meine Mutter und auch mein Vater wissen das leider nicht und so hat Yoschi einige unangenehme Züge entwickelt. Vor allem bellt er zu viel, wenn er mit meinen Eltern zu tun hat. Im Februar 2015 verlor ich den kleinen Herrn Yoschi dann leider durch Borreliose. Als der Tierarzt die Diagnose stellte, war es bereits zu spät.
  7. Ende August 2012 kam dann zunächst Little Amiga, die ich aus einem Tierheim in Györ/Ungarn habe. Sie ist, so heißt es, ein Dackel-Mischling. Sicher bin ich mir diesbezüglich aber nicht. Als Welpe hatte man sie einem Alkoholiker weggenommen, nachdem dieser sie so getreten hatte, dass sie einen Bruch des Unterkiefers davontrug. Little Amiga ist sehr lebendig, was mir nicht unbedingt dackeltypisch vorkommt. Sie ist aber sehr lieb, auch wenn sie sehr eigenwillig ist und es äußerst schwierig ist, ihr ihre verschiedenen Unarten abzugewöhnen. Aus verschiedenen Beobachtungen weiß ich mittlerweile, sie ist definitiv ein Leithund. Das macht die Sache nicht einfacher.
  8. Floppy, ein Dackel-Mischling, kam Anfang Dezember 2012 als vierter Hund zu meinem kleinen Rudel. Er ist ein Rauhaardackel-Mischling und vom Körperbau absolut ein Dackel. Seine Mutter ist ein echter Rauhaardackel. Der Vater könnte, so lassen zwei Geschwister vom Körperbau vermuten, ein Terrier gewesen sein.
  9. Nach fast einem Jahr mit nur zwei Hunden und dem Vorsatz, dabei zu bleiben, kam dann Ende Januar 2016 Mesty, eine Schäferhund-Mischlings-Hündin aus dem Tierschutz in Süd-Spanien zu uns, etwa 6 Jahre alt. Eigentlich hätte ich gerne wieder einen Terrier gehabt. Doch mit Floppy war mir das zu riskant. Eine ältere, souveräne und erfahren Hündin musste her. Das war dann Mesty.
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3 Gedanken zu “Von wem?”

  1. Deine Seite hat mir sehr gut gefallen, hat mir sehr gut getan :-))))
    Liebe Grüße Ute

  2. Christina sagte:

    Hallo, Gerade habe ich Deine Veröffentlichung zum Thema „Bravecto“ gelesen und fand diese sehr hilfreich. Herzlichen Dank für die vielseitige und neutrale Recherche.
    Viele Grüße und alles Gute für Dich nebst Vierbeinern:-)

  3. Hans-Peter beimer sagte:

    Mit diesem Blog hat sich ja MSD viel Mühe gegeben um die Risiken von Bravecto zu verschleiern. Oder werden Sie dafür von Bravecto bezahlt?

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